Prof. Dr. Enrico Schleiff bleibt an der Spitze der Goethe-Universität in Frankfurt. Am Mittwoch wurde er vom Erweiterten Senat gemäß den Informationen von puk.uni-frankfurt.de für eine zweite Amtszeit als Präsident gewählt. Diese Phase wird am 1. Januar 2027 beginnen und erstreckt sich über sechs Jahre. Damit ist Schleiff der erste Präsident seit Prof. Rudolf Steinberg, der 2006 für eine zweite Amtszeit gewählt wurde. In der entscheidenden Abstimmung setzte sich Schleiff gegen seinen Mitbewerber Prof. Roger Erb mit 18 zu 16 Stimmen durch.
Schleiff, der seit 2021 Präsident ist und zudem Professor für Zellbiologie an der Goethe-Universität, äußerte bei seiner Wiederwahl Dankbarkeit gegenüber dem Erweiterten Senat. Er betonte, wie wichtig ihm die Gespräche und das Feedback in der vergangenen Zeit gewesen seien. In seiner nächsten Amtszeit will er an seinen bestehenden Konzepten anknüpfen und weiterentwickeln.
Schleiffs Werdegang
Der akademische Weg von Enrico Schleiff ist geprägt von einer soliden Ausbildung und vielfältigen Erfahrungen, wie auf wikipedia.org nachzulesen ist. Nach seinem Physikstudium an der Karls-Universität in Prag von 1990 bis 1992 setzte er sein Studium von 1992 bis 1995 an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz fort. Im Jahr 1995 schloss er seine Diplomarbeit an der Universität Basel ab und promovierte anschließend am Department of Biochemistry der McGill University in Montreal. Die Expertise in Zellbiologie erwarb er 2003 durch seine Habilitation.
Seine Karriere an der Goethe-Universität begann 2007 als Professor. Zuvor war er von 2012 bis 2018 als Vizepräsident tätig, bevor er 2020 das Präsidentenamt übernahm. In der Zeit von 2012 bis 2019 war er Co-Direktor des Exzellenzclusters Makromolekulare Komplexe und leitet seit 2014 das Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften.
Pläne für die Zukunft
In seiner nächsten Amtszeit stellt Schleiff klar, dass er die Herausforderungen der letzten Jahre im Blick haben möchte. Er spricht von der Notwendigkeit, die Veränderungsgeschwindigkeit zu entschleunigen. Ein besonderes Anliegen ist ihm, Verlässlichkeit für seine Mitarbeiter und Studierenden zu schaffen und den Dialog mit der Gesellschaft zu fördern. Silke Lautenschläger, die Vorsitzende des Hochschulrats, lobte Schleiffs Erfolge im Rahmen der Exzellenzstrategie und bekräftigte, dass er auch weiterhin die Unterstützung des Hochschulrates genießen wird.
Mit Blick auf die kommenden Jahre hat Schleiff klare Ziele vor Augen, die er gemeinsam mit seinem Team und der Universität umsetzen möchte. Die Überwindung von Herausforderungen und die Stärkung der Gemeinschaft stehen dabei im Vordergrund.