Am 14. April 2026 wird der Erwin-Stein-Preis verliehen, ein Preis, der mit 15.000 Euro dotiert ist und für außergewöhnliche Leistungen in der Wissenschaft der Systematischen Theologie und Sozialethik vergeben wird. Diesmal geht die Auszeichnung an den renommierten Tübinger evangelischen Theologen Prof. i.R. Dr. theol. Eilert Herms. Damit wird sein Lebenswerk gewürdigt, das sich durch interdisziplinäre Ansätze und eine geistige Unabhängigkeit auszeichnet. Laut der Justus-Liebig-Universität Gießen stellt diese Preisverleihung einen bedeutenden Beitrag zur europäischen Kultur dar, insbesondere durch die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Veranstaltung beginnt um 16:15 Uhr in der Aula der Universität Gießen und wird von Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio, einem langjährigen Bundesverfassungsrichter, mit einer Laudatio begleitet.

Wer ist Eilert Herms? Der preisgekrönte Theologe hat in seiner Karriere nicht nur Theologie studiert, sondern auch Philosophie mit den Schwerpunkten Heidegger und Kant. Er gehört zu den führenden Köpfen, die eine Wiederentdeckung des theologischen Verständnisses nach F. D. E. Schleiermacher vorangetrieben haben. Herms ist überzeugt, dass Theologie als Professionswissenschaft betrachtet werden sollte, eine Sichtweise, die ihn seit den späten 1970er Jahren leitet. Sein Ziel war es, künftige Pfarrpersonen in der kritischen Auseinandersetzung mit dem christlichen Menschen-, Welt- und Gottesverständnis zu schulen.

Herms‘ Beitrag zur theologischen Bildung

In seiner Funktion als 17 Jahre langer Vorsitzender der „Gemischten Kommission für die Reform des Studiums“ hat Herms präzise Studieninhalte für die Ausbildung von Pfarrpersonen gefordert. Seine Arbeit hat dazu beigetragen, die „Grundsätze(n) für die Ausbildung und Fortbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer der Gliedkirchen der EKD“ zu entwickeln und zu etablieren. Diese Grundsätze wurden 1993 angenommen und bilden bis heute eine Grundlage für die theologische Ausbildung.

Herms‘ Einfluss gedeiht nicht nur in der akademischen Welt; seine umfangreiche Publikationstätigkeit verdeutlicht sein Engagement für die praktische Anwendung theologischer Prinzipien. Zu seinen bedeutendsten Werken zählt unter anderem die 2017 veröffentlichte „Systematische Theologie“, in der er das Wesen des Christentums in der modernen Gesellschaft darstellt. Inhalte aus dieser und weiteren Aufsatzsammlungen beleuchten zentrale Themen wie christliche Sozialethik und die Rolle der Kirche in einer wiedervereinigten Gesellschaft.

Ein öffentliches Fest für die Wissenschaft

Die Preisverleihung wird von einem öffentlichen Umtrunk begleitet, der von 18:00 bis 19:15 Uhr stattfinden wird. Interessierte sind eingeladen, teilnehmen und die Gelegenheit nutzen, mit Fachleuten aus verschiedenen Disziplinen ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung findet in der Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen, Ludwigstr. 23, 35390 Gießen, Erdgeschoss, statt. Wer Fragen hat oder weitere Informationen benötigt, kann sich an Prof. Dr. Franz Reimer unter der Telefonnummer 0641 99-21180 oder per E-Mail an franz.reimer wenden.

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Die kommenden Stunden versprechen, ein inspirierendes Fest der Wissenschaft und der Diskussion zu werden, das die Teilnehmer dazu anregt, sich mit den relevanten Themen der heutigen Zeit auseinanderzusetzen. Seien Sie dabei, wenn ein bedeutender Denker der theologischen Landschaft in den Mittelpunkt gerückt wird!

Für mehr Informationen lesen Sie den Artikel auf der Universitätsseite oder erfahren Sie mehr über Eilert Herms auf Wikipedia.