Am 14. April 2026 war es soweit: Die Erwin-Stein-Stiftung verlieh in Gießen den renommierten Erwin-Stein-Preis. Dieser Preis, der mit 15.000 € dotiert ist, wurde in diesem Jahr an Prof. i.R. Dr. theol. Eilert Herms verliehen und würdigt sein Lebenswerk, das in den Bereichen Systematische Theologie und Sozialethik unverwechselbare Akzente setzt. Die Universität Gießen berichtet, dass die Auszeichnung nicht nur die interdisziplinäre Tragweite von Herms‘ Arbeiten anerkennt, sondern auch deren Bedeutung für die europäische Kultur herausstellt.
Die Laudatio zur Preisverleihung hielt Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio, ein ehemaliger Bundesverfassungsrichter, der Herms‘ umfangreiche Forschungsarbeiten ins rechte Licht rückte. Herms hat an verschiedenen Universitäten wie Kiel, München, Mainz und Tübingen gelehrt und sich dabei mit Themen wie Dogmatik, Luther, Schleiermacher sowie Sport- und Wirtschaftsethik beschäftigt. Ein zentrales Werk von ihm, das dreibändige „Systematische Theologie. Das Wesen des Christentums: In Wahrheit und aus Gnade leben“, zeigt die Vielfalt und Tiefe seiner theologischen Auseinandersetzung.
Ein Preis mit Geschichte
Die Verleihung des Erwin-Stein-Preises ist nicht nur ein Highlight für Herms, sondern auch eine Hommage an den Namensgeber. Erwin Stein war ein einflussreicher Richter am Bundesverfassungsgericht und prägende Figur der hessischen Verfassung. Die Universität Tübingen informiert darüber, dass die Stiftung, die 1991 ins Leben gerufen wurde, sich der Förderung von wissenschaftlicher Forschung, Erziehung, Toleranz und Völkerverständigung verschrieben hat. Diese Ziele spiegeln sich auch in Herms‘ Arbeiten wider, die sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen und der Bedeutung des friedlichen Zusammenlebens beschäftigen.
Auf der Preisverleihung betonten auch Prof. Dr. Franz Reimer, der Vorsitzende der Stiftung, sowie Prof. Dr. Anja Klöckner und Prof. Dr. Philipp David die Relevanz von Herms’ Studien. Sie hoben hervor, dass seine Arbeiten nicht nur akademischen Wert haben, sondern auch praktische Anknüpfungspunkte für die heutige Gesellschaft bieten.
Nach der feierlichen Zeremonie gab es im Foyer der Aula einen Umtrunk, der den anwesenden Gästen die Möglichkeit bot, den neuen Preisträger zu feiern und sich über seine bedeutenden Beiträge zur theologischen und sozialen Diskussion auszutauschen.