In der Region um das malerische Steinhuder Meer findet vom 3. bis 12. Juli 2026 das diesjährige Sommercamp für stotternde Jugendliche und junge Erwachsene statt. Die Anmeldung für dieses bewährte Programm der Hochschulambulanz des Instituts für Sonderpädagogik der Leibniz Universität Hannover ist ab sofort möglich. Das Camp, das seit über 20 Jahren angeboten wird, richtet sich an Teilnehmer im Alter von 14 bis 30 Jahren und verfolgt das Ziel, die Kommunikationsfähigkeit sowie das Selbstvertrauen der Teilnehmenden nachhaltig zu stärken. Die Universität Hannover berichtet von einem intensiven Angebot, das nicht nur therapeutische Arbeit umfasst, sondern auch auf gruppendynamisches Lernen und eine wissenschaftliche Evaluation setzt.
Das diesjährige Motto „voneinander lernen – miteinander lernen“ verdeutlicht den kooperativen Ansatz des Camps. Fachkundige Therapeutinnen und Therapeuten begleitet die Teilnehmenden während des zehn Tage währenden Programms. Zu den Aktivitäten gehören nicht nur Sprachtherapie, sondern auch Workshops in Improvisationstheater sowie Ausflüge an und um das Steinhuder Meer, die das gemeinsame Lernen und den Austausch fördern. Ein einladendes Ambiente wird durch komfortabel eingerichtete Doppelzimmer, Gemeinschaftsräume und eine große Terrasse geschaffen, die zur Erholung und Freizeitgestaltung einlädt. Stottertherapie Hannover hebt hervor, dass die Teilnehmenden auch die Möglichkeit haben, an sportlichen Aktivitäten wie Fußball und Tischtennis teilzunehmen.
Ein Bewährtes Konzept mit Tiefgang
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Erprobung neuer Ausdrucksformen und der individuellen Erfahrungsbildung. Dabei nutzt das Camp ein mehrdimensionales Therapiesystem für Sprech- und Kommunikationsstörungen, das Körperarbeit, Atmung, Emotion, Stimme und Rollenspiel miteinander verbindet. Dies wird unterstützt durch die Möglichkeit zur Peer-Beratung und Tandem-Arbeit, was das soziale Lernen zusätzlich anregt. Die Integration theaterpädagogischer Elemente fördert nicht nur das Ausdrucksvermögen, sondern auch die Fähigkeit, in Dialog mit anderen zu treten und sich neuen Kommunikationsverhalten zu öffnen.
Die Evaluation des Therapieprogramms erfolgt im Rahmen von Masterarbeiten, was dem Ansatz eine akademische Tiefe und Forschungsbasis verleiht. Nach dem Camp wird den Teilnehmenden eine therapeutische Nachbetreuung angeboten, die hilfreich ist, um die erlernten Strategien in den Alltag zu übertragen. Die Sprechstunde Pattensen ergänzt, dass die ambulante Sprachtherapie nach dem Camp eine weitere Unterstützung darstellt.
Für Interessierte stehen weitere Informationen auf der Website zur Verfügung, und bei Fragen können sich potentielle Teilnehmende gerne an Jana Pflughoft vom Institut für Sonderpädagogik der Leibniz Universität Hannover wenden. Sie erreichen sie unter der Telefonnummer 0511 762 19748 oder per E-Mail: jana.pflughoft@lse.uni-hannover.de.