In der aktuellen Forschung steht der Klimawandel im Zentrum der Aufmerksamkeit, und die deutsche Geowissenschaft hat sich nun mit einem neuen Schwerpunktprogramm, koordiniert von Oliver Friedrich an der Universität Heidelberg, auf die Herausforderungen spezialisiert, die sich durch diese globale Krise ergeben.

Das Ziel dieses Programms ist es, alle relevanten Akteure der schiffsgestützten Forschung in Deutschland zusammenzubringen. Dabei geht es nicht nur um den Klimawandel selbst, sondern auch um den Verlust der Biodiversität und die globalpolitischen Veränderungen, die damit einhergehen. Die Koordinationsstelle hat verschiedene Aufgaben: von der Abstimmung der Fahrtanträge bis hin zur wissenschaftlichen Vernetzung und Außendarstellung der geförderten Teilprojekte.

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Schwerpunktprogramm „Forschungsschiffe“

Im Rahmen des Schwerpunktprogramms wurden bislang fast 20 Teilprojekte bewilligt. Themen wie der Ozean im Klimawandel, ozeanische Grenzflächen und marine Ökosysteme stehen dabei im Fokus. Forscher aus den Bereichen Geowissenschaften, Biologie, Ozeanographie, Chemie und Physik erhalten die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen. Die Förderung umfasst jährlich bis zu 8,2 Millionen Euro für bis zu 30 Teilprojekte, wobei die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Expeditionen, Datenauswertung, wissenschaftliche Tagungen und den Austausch zwischen Forschern unterstützt.

Die Laufzeit dieses Programms ist bis 2031 angesetzt, und die deutsche Forschung kann auf eine der weltweit führenden Flotten von Forschungsschiffen zurückgreifen. Diese Flotte umfasst sieben große und mittelgroße Schiffen sowie zahlreiche kleinere. Diese Schiffe sind nicht nur in der Lage, verschiedene wissenschaftliche Geräte zu transportieren, sondern fungieren auch als Plattformen für spezialisierte Missionen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses fördern.

Erneuerung der Flotte und Herausforderungen

Ein weiteres wichtiges Thema sind die Herausforderungen, die sich durch den Klimawandel und die Erhaltung der marinen Ökosysteme ergeben. Die Bundesstelle für Maritime Forschung und Technologie (BMFTR) plant bereits die schrittweise Erneuerung der deutschen Forschungsflotte mit dem Bau von drei neuen Forschungsschiffen. Der Bau des neuen Forschungseisbrechers POLARSTERN hat bereits begonnen und soll 2030 übergeben werden. Das Nachfolgeschiff der METEOR wird derzeit im Auftrag des BMFTR gebaut und soll 2026 an die Wissenschaft übergeben werden.

Diese neuen Schiffe werden nicht nur für die Biologie, Geologie und Ozeanographie eingesetzt, sondern auch in den Bereichen Meteorologie und Glaziologie. Mit modernen Technologien ausgestattet, werden sie eine entscheidende Rolle in der Erforschung und Überwachung der Ozeane und ihrer Randbereiche spielen, um die Prozesse in Küsten- sowie polar und ozeanischen Gebieten besser erfassen zu können.

Wissenschaftler haben zudem die Möglichkeit, über ein spezielles Portal Vorschläge für Forschungsfahrten einzureichen. Ein international besetztes Gutachterpanel entscheidet über die Aufnahme dieser Vorschläge in die Fahrtplanung.

Insgesamt zeigt sich, dass die deutsche Meeresforschung mit ihrem innovativen Ansatz und der starken Ausrichtung auf Zusammenarbeit und Austausch gut gerüstet ist, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Dabei bleibt der Fokus klar auf den Themen Klimawandel und nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen gerichtet. Informationen über die bedeutende Rolle der Forschungsschiffe in all diesen Bemühungen finden sich auch auf FONA.