Die Klimakrise fordert inzwischen globale Anstrengungen auf vielen Ebenen. Mit gezielten Maßnahmen versuchen Staaten, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und somit einen Beitrag zum globalen Klimaschutz zu leisten. Aktuelle Forschungsergebnisse von der Universität Heidelberg zeigen, dass ambitionierte Klimapolitik tatsächlich Wirkung zeigt und wichtige Einsparungen möglich sind.

Nach einer Analyse von Klimaschutzmaßnahmen in 43 großen Volkswirtschaften, die über drei Viertel der weltweiten Emissionen verursachen, konnten im Jahr 2022 circa drei Milliarden Tonnen CO2 eingespart werden. Dies entspricht den jährlichen Emissionen der gesamten Europäischen Union. Als besonders effektiv erwiesen sich sehr unterschiedliche Politikinstrumente, die ökonomische Maßnahmen, regulative Ansätze sowie freiwillige Beteiligungen umfassten. Die Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Jale Tosun zeigt, dass Staaten mit spezialisierten Ansätzen, wie Estland und Israel, umweltfreundlicher wirtschaften konnten.

Herausforderungen beim Klimaschutz

Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt die Herausforderung bestehen, die Emissionen signifikant zu senken. Der sechste Sachstandbericht des IPCC aus dem Jahr 2023 gibt klare Richtlinien vor: Um die Erderwärmung auf maximal 1,5 °C zu begrenzen, müssen globale Treibhausgasemissionen bis 2030 um 43 % und bis 2035 um 60 % gesenkt werden. Ein großes Augenmerk liegt auch auf dem Fakt, dass der Gipfelpunkt der Emissionen bis 2025 erreicht werden sollte.

Die internationale Staatengemeinschaft verfolgt das Ziel, die Erderwärmung deutlich unter 2 °C zu halten. Tatsächlich hat sich die Temperatur der Erde seit dem frühen 20. Jahrhundert um rund 1,1 °C erhöht. Um die drohenden verheerenden Folgen, vor allem für ärmere Länder, abzuwenden, sind gleichartige Schritte in mehrfacher Hinsicht gefordert.

Globale Anstrengungen und nationaler Fokus

Immer mehr Länder setzen sich ehrgeizige Ziele zur Reduktion von Treibhausgasen. Laut dem REN21 Global Status Report 2025 verfolgen 45 Länder bereits ein Netto-Null-Emissionsziel, wobei der Schwerpunkt auf einer Vielzahl von CO2-Preisinstrumenten liegt. Besonders aktive Länder wie Deutschland, Frankreich und Schweden kombinieren CO2-Preisinstrumente mit den ambitionierten Netto-Null-Zielen.

Allerdings zeigen die aktuellen Entwicklungen, dass viele Länder in der Umsetzung effektiver Klimaschutzpolitik hinterherhinken. Bestehende CO2-Bepreisungsmaßnahmen erfassen oft nur einen kleinen Teil nationaler Emissionen; nur 51 Staaten setzen diese zum Beispiel in der Industrie ein. In vielen Regionen, vor allem in Teilen Afrikas und Zentralasiens, fehlen zudem offiziell verankerte Klimagesetze.

Die Ergebnisse aus der Heidelberger Studie bekräftigen somit die Notwendigkeit einer fokussierten und stringenten Umsetzung effektiver Klimaschutzmaßnahmen. Es ist klar: Die internationalen Bemühungen und nationale Politiken müssen dringend zusammenarbeiten, um die gravierenden Lücken zwischen den derzeitigen Maßnahmen und den notwendigen Einsparungen zu schließen.

Die Herausforderung bleibt groß, doch die Ansätze und Fortschritte sind ermutigend. Es liegt mehr denn je an den Entscheidungsträgern, ein gutes Händchen zu haben und im weltweiten Klimaschutz zusammenzudenken, um die Erde für zukünftige Generationen zu bewahren.