Am heutigen Tag, dem 15. April 2026, wurde ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der Pflegeausbildung in Deutschland vollzogen. Ein Rahmencurriculum zur Stärkung der interprofessionellen Edukation, kurz interEdu, wurde vorgestellt. Dieses Curriculum ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege der Universität zu Lübeck und dem Bereich Pflegepädagogik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat das Projekt beauftragt, mit dem Ziel, die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gesundheitsberufen zu fördern und nachhaltig zu stärken. uni-luebeck.de berichtet, dass das Curriculum flexibel in unterschiedlichen beruflichen und akademischen Ausbildungskontexten eingesetzt werden kann.
Ein zentrales Anliegen dieses Curriculums ist die Verbesserung der interprofessionellen Kompetenzen der Lernenden. Basierend auf Selbsteinschätzungen haben diese eine statistisch signifikante Verbesserung ihrer Fähigkeiten festgestellt. Dazu zählen ein besseres Rollenverständnis sowie das Überwinden professionsspezifischer Vorurteile. Die Lernergebnisse zeigen, dass entscheidende Probleme in der Patientenversorgung oftmals nicht von einer einzigen Berufsgruppe allein gelöst werden können, wie Prof. Dr. Katrin Balzer hervorhebt. Sie betont die Notwendigkeit einer starken interprofessionellen Zusammenarbeit in der Pflegeausbildung.
Wichtige Entwicklungen und Impulse
Am 5. März 2026 wurden die Ergebnisse einer Evaluation des Projekts auf der Konferenz der European Federation of Educators in Nursing Science (FINE) in Parma, Italien, präsentiert. Dr. Monika Hackel, eine der beteiligten Expertinnen, hebt die bundesweite Relevanz dieser Zusammenarbeit in der Gesundheitsversorgung hervor. Die interEdu-Gruppe wird weiterhin an der Verbreitung und Umsetzung des Rahmencurriculums arbeiten und plant, die gewonnenen Daten und Erkenntnisse in die Ausbildung zu integrieren.
Die Autoren des Rahmencurriculums sind hochkarätig und umfassen unter anderem Katrin Balzer, Jutta Busch und Anne C. Rahn. Das Dokument richtet sich sowohl an Fachkräfte im Bereich der beruflichen als auch der hochschulischen Pflegeausbildung. Es wurde 2025 in Bonn veröffentlicht und bildet einen Leitfaden für die Integration interprofessioneller Formate in theoretische Ausbildungsphasen sowie im direkten Patientenkontakt. bibb.de liefert dazu nähere Informationen.
Die Universität zu Lübeck und die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zeigen mit ihrem Engagement, dass sie über ein gutes Händchen für die Gestaltung der Zukunft der Pflegeausbildung verfügen. Einige Praxispartner planen, das neu entwickelte Curriculum nach Abschluss des Projekts dauerhaft zu integrieren. Eine spannende Zeit für die Pflegelandschaft in Deutschland steht bevor – mit dem interEdu-Rahmencurriculum als einem wegweisenden Element.