Die Welt der Lieferketten befindet sich im Wandel, und Unternehmen stehen vor der Herausforderung, aktuelle Nachhaltigkeitsstrategien zu implementieren. Ab April 2026 bietet die Leuphana Universität Lüneburg zwei berufsbegleitende Zertifikatsstudiengänge an, die Fach- und Führungskräften helfen sollen, die Themen nachhaltiges Lieferkettenmanagement und Dekarbonisierungsmanagement richtig anzugehen. Diese Programme sind nicht nur auf die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtet, sondern bieten auch eine wertvolle akademische Grundlage, um den steigenden Anforderungen an umweltbewusstes Handeln gerecht zu werden.

Wie die Universität berichtet, können Interessierte sich bis zum 15. März 2026 für diese sechsmonatigen Online-Programme bewerben, die eine Kombination aus Online-Meetings und Selbstlernphasen bieten. Das Programm zum nachhaltigen Lieferkettenmanagement betont die Erkennung von Risiken und Chancen, um widerstandsfähige Lieferketten durch langfristige Partnerschaften zu entwickeln. Im Gegensatz dazu fokussiert das Dekarbonisierungsmanagement darauf, die Emissionen messbar zu senken, indem es Themen wie Treibhausgase und Klimastrategien thematisiert.

Nachhaltigkeit im Fokus

Unternehmen sind seit jeher in der Pflicht, die Umweltauswirkungen ihrer Liefer- und Wertschöpfungsketten zu identifizieren und zu bewerten. Oftmals bleibt unklar, wo genau diese Umweltauswirkungen auftreten. Das Umweltbundesamt hat daher sieben Branchenstudien veröffentlicht, die Unternehmen dabei unterstützen, verschiedene Umweltthemen wie Treibhausgase, Wasserverbrauch und Abfall zu analysieren. Diese Studien sind eine wertvolle Grundlage, um gezielte Maßnahmen zu ergreifen und auch Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit Umweltauswirkungen zu berücksichtigen.

  • Branchenstudien u.a. in folgenden Bereichen:
    • Automobilindustrie: Traktionsbatterien und Rohstoffe
    • Elektronikindustrie: Produktion von Halbleiterchips
    • Bausektor: Holz und Naturstein

Im Rahmen dieser Studien werden Webinare angeboten, die sich mit den speziellen Herausforderungen des nachhaltigen Lieferkettenmanagements befassen. Unternehmen können die Tipps aus diesen Studien nutzen, um ihre eigenen Nachhaltigkeitsstrategien zu optimieren.

Strategien und Technologien für die Zukunft

Das Management nachhaltiger Lieferketten geht über das Erkennen von Risiken hinaus. Unternehmen wie IBM zeigen, dass ein integrierter Ansatz notwendig ist, bei dem ökologische, soziale und finanzielle Überlegungen Hand in Hand gehen. Der Einsatz von Technologien wie Künstlicher Intelligenz, Blockchain und dem Internet der Dinge eröffnet neue Möglichkeiten für das Risikomanagement und die Transparenz in der Lieferkette.

Aktuell streben 61 % der Unternehmen bessere, nachhaltigere Lieferketten an. Dies ist nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung für den Umweltschutz, sondern auch eine Maßnahme zur Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung. Nachhaltigkeit wirkt hier also nicht nur als Pflicht, sondern auch als Chance, das Markenimage zu verbessern und ESG-Ziele zu erreichen.

Für Unternehmen, die diesen Wandel aktiv gestalten möchten, bietet sich die Möglichkeit, sich über die Programme der Leuphana Universität oder die aktuellen Studien des Umweltbundesamtes zu informieren. Der Online-Infoabend am 11. März 2026 zur Vorstellung der Programme könnte ein erster Schritt in die richtige Richtung sein. Anmeldungen und weitere Informationen sind direkt bei Benjamin Sachs vom Centre for Sustainability Management unter der Telefonnummer +49(0) 4131.677-2234 oder per E-Mail an csm-certificates@leuphana.de erhältlich.