Am 18. März 2026 stehen die Rhein-Main-Universitäten vor einem spannenden Zeitpunkt in ihrer Geschichte. Die Allianz, bestehend aus der Goethe-Universität Frankfurt, der Technischen Universität Darmstadt und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, bereitet sich auf eine entscheidende Präsentation für den Exzellenzwettbewerb vor, die vom 14. bis 16. April 2026 am Campus Westend in Frankfurt stattfinden wird. Mit dem Antrag „EXCITE – Excellent. Collaborative. Transformative.“ zielt die RMU darauf ab, den begehrten Titel der Exzellenzuniversität zu ergattern, wie uni-mainz.de berichtet.
Die Herausforderung dieser Präsentation ist nicht zu unterschätzen, fällt sie doch in die erste Vorlesungswoche des Sommersemesters. Prof. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität und Sprecher der RMU, wird die Leitung übernehmen. Der Antrag soll die RMU als internationales Zentrum für Spitzenforschung weiter ausbauen und dabei moderne Antworten auf komplexe wissenschaftliche sowie gesellschaftliche Herausforderungen entwickeln.
Förderung und Wettbewerb
Das Ziel der Exzellenzstrategie ist die Stärkung des Wissenschaftsstandorts Deutschland und die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Dies geschieht durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und den Wissenschaftsrat, die den Exzellenzwettbewerb organisieren. Hierbei gibt es zwei Förderlinien: Exzellenzcluster und Exzellenzuniversitäten. Während Erstere auf internationale Forschungsfelder fokussiert sind, setzt die zweite Linie auf die dauerhafte Stärkung der Universitäten selbst, basierend auf den erzielten Erfolgen mit Exzellenzclustern, wie rhein-main-universitaeten.de erklärt.
Die Anforderungen für Universitäten, die sich um den Exzellenzstatus bewerben möchten, sind klar umrissen. Einzeluniversitäten müssen mindestens zwei Exzellenzcluster nachweisen, während Verbünde mindestens drei Cluster benötigen. Der Exzellenzwettbewerb zählt zu den renommiertesten Förderprogrammen in Deutschland und bietet nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern erhöht auch die nationale und internationale Sichtbarkeit der geförderten Institutionen.
Der Weg zur Entscheidung
Aktuell befinden sich neun der zehn vorherigen Exzellenzuniversitäten weiterhin in der Förderung, während eine Exzellenzuniversität aus formalen Gründen nicht mehr gefördert wird. Die Entscheidung der Exzellenzkommission über neue Förderfälle sowie Ersatz für den frei gewordenen Platz wird im Oktober 2026 fallen. Das Expertengremium, das aus 39 Fachleuten unterschiedlichen Gebiets besteht, bewertet dazu die eingereichten Anträge, wie dfg.de berichtet.
Das Committee of Experts gibt Empfehlungen ab und entscheidet über die Antragstellung. Vorsitzende des Gremiums sind unter anderem der Vorsitzende des Wissenschaftsrates sowie die Präsidentin bzw. der Präsident der DFG. Zusammen mit den für Wissenschaft zuständigen Ministerinnen und Ministern der Länder und des Bundes bildet es die Exzellenzkommission, die über die Vergabe der Förderprogramme entscheidet.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Zukunft der Rhein-Main-Universitäten. Es bleibt abzuwarten, ob das Trio von Universitäten mit ihrem gemeinsamen Ansatz im Exzellenzwettbewerb punkten kann.