Die Welt des Wissens steht vor einem tiefgreifenden Wandel, und der Treiber dieser Transformation ist die Künstliche Intelligenz (KI). Im Rahmen des Studium Generale der Philipps-Universität Marburg, das am 29. April 2026 beginnt, wird die immer wichtiger werdende Rolle der universitären Bildung in dieser von KI geprägten Welt unter die Lupe genommen. Diese Vortragsreihe trägt den Titel „Universitäre Bildung in Zeiten des Umbruchs“ und ist Teil einer historischen Tradition, die bis ins Jahr 1526 zurückreicht, als Landgraf Philipp die Gründung einer neuen Universität plante.
In einer Zeit, die durch astronomische Entdeckungen und die Erfindung des Buchdrucks geprägt war, erlebte die Verbreitung von Wissen einen Aufschwung. Ähnlich gestalten sich jetzt die Transformationen durch digitale Medien und mobile Technologien, die uns miteinander vernetzen. Die Veranstaltungen des Studium Generale beleuchten in mehreren Vorträgen die verschiedenen Aspekte dieser Entwicklung: So werden Bildungskonzepte in unterschiedlichen Zeiten und Gesellschaften sowie die erforderlichen Kompetenzen für eine positive Zukunftsgestaltung behandelt. Des Weiteren wird das Phänomen der KI aus verschiedenen fachlichen Perspektiven betrachtet und diskutiert, welche Auswirkungen technologische Neuerungen auf unser Menschenbild haben.
Vielfältige Themen im Fokus
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Diskussion über ethische Fragestellungen, speziell in der medizinischen Nutzung von KI. Was passiert mit den politischen und sozialen Strukturen, die durch diese Technologien beeinflusst werden? Dies sind Fragen, die innerhalb der Kooperation zwischen dem Zentrum für Lehrkräftebildung und dem Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin der Universität Marburg erörtert werden sollen. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist nicht nur für Universitätsangehörige, sondern auch für die breite Öffentlichkeit kostenfrei.
Doch nicht nur in Marburg, auch an der Universität Potsdam wird das Thema KI intensiv behandelt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe UPDate.KI geht es um die Potenziale und Herausforderungen der generativen KI in der Hochschullehre. Hierbei wird aufgezeigt, welches Wissen Studierende über KI benötigen und wie Lernprozesse durch diese Technologien unterstützt werden können. Die nächste Veranstaltung, „KI in Studium und Lehre. Quo vadis, Universität Potsdam?“, findet am 3. März 2026 im Online-Format statt und bietet die Möglichkeit zum Austausch über den aktuellen Stand sowie strategische Überlegungen in der Bildung.
Einladung zur Mitgestaltung
Ein besonderer Fokus liegt auf der praktischen Anwendung von KI im Bildungsbereich. Stakeholder haben die Chance, ihre Erfahrungen und Wünsche an die verantwortlichen Akteure weiterzugeben. Dies geschieht unter anderem durch Workshops, in denen neue KI-Technologien ausprobiert werden können.
Beide Universitäten − die Philipps-Universität Marburg und die Universität Potsdam − zeigen, dass die Auseinandersetzung mit KI in der Bildung nicht nur notwendig, sondern auch spannend ist. Die Zukunft der universitären Ausbildung wird maßgeblich von unserer Fähigkeit abhängen, diese Technologien sinnvoll zu integrieren und ethisch fundierte Entscheidungen zu treffen. Marburg berichtet über die bevorstehenden Veranstaltungen, während Potsdam umfassende Einblicke in die Potenziale und Herausforderungen der KI in der Hochschullehre gibt. Gemeinsam gestalten wir die Bildung von morgen!