Am 16. März 2026 gab die Universität Münster bedeutende Ernennungen und Auszeichnungen in mehreren Fachbereichen bekannt. Unter den neuen Professoren befinden sich Prof. Dr. Adrian van Kan, der die Lehrstühle für theoretische Geophysik mit dem Fokus auf planetare Strömungsdynamik am Institut für Geophysik übernimmt, sowie Prof. Dr. Matthias Kleinmann, der im Bereich theoretische Quantentechnologie am Department für Quantentechnologie aktiv ist. Darüber hinaus wurde Dr. Yassine Yahyaoui als Juniorprofessor für Sira und islamische Geschichte am Zentrum für Islamische Theologie berufen. Diese Entwicklungen unterstreichen das Engagement der Universität, interdisziplinäre Wissensgebiete zu fördern und junge Talente zu unterstützen.

Eine Reihe von Alexander-von-Humboldt-Forschungsstipendien wurden ebenfalls verliehen. Dr. Babafemi Siji Ajisebiola wird als Postdoktorand am Institut für physiologische Chemie und Pathobiochemie unter Prof. Dr. Johannes Eble forschen. Prof. Dr. Oren Tal und Dr. Petra Vojackova erhielten ebenfalls Stipendien, um ihre Forschung an den Institutionen für klassische Archäologie sowie organisch-chemische Institute voranzutreiben. Solche Stipendien sind entscheidend, um neue wissenschaftliche Perspektiven und Forschungsmethoden zu entwickeln.

Preise und Ehrungen

Die Universität zeichnete mehrere herausragende Wissenschaftler für ihre Leistungen aus. Dr. Sara E. Anthony erhielt den Boost Fund der Klaus Tschira Stiftung, um die Isotopen-Zusammensetzung von Methan zu erforschen. Prof. Dr. Tobias Djamsched Faizy wurde für seine Arbeit an minimalinvasiven Therapieverfahren mit dem Interventionspreis 2025 der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie geehrt. Zudem wurde Prof. Dr. Robert Hein mit dem „Research Career Development Award“ von der Hector Fellow Academy ausgezeichnet.

Die Anerkennung für Dr. Margareta J. Hellmann, die den Friedrich Hirzebruch-Promotionspreis für ihre Dissertation über die Zellwand und Immunantwort gewonnen hat, sowie für Dr. Ari Rasch, der den „Thesis Award“ des REACH-EUREGIO Start-up Centers erhielt, zeigt die Vielfalt und Qualität des Forschungsbemühens an der Universität. Richard Schulze wurde mit der Goldmedaille der CGO PhD- und Student Research Competition für seine Arbeit über Reproduktionsoptimierungen in Programmierschnittstellen ausgezeichnet. Prof. Dr. Harald Fuchs wurde als auswärtiges Mitglied in die Chinesische Akademie der Wissenschaften aufgenommen, was seine internationale Reputation bekräftigt.

In Erinnerung an Verstorbene

Im Zuge dieser Feierlichkeiten zeigt die Universität auch Respekt für die verstorbenen Mitglieder ihrer Gemeinschaft. Prof. Dr. Angelika Barnekow, eine bedeutende Figur im Bereich Neuro- und Verhaltensbiologie, und Prof. Dr. Hartwig Meißner, ein Experte in Didaktik der Mathematik und Informatik, hinterlassen ein großes Vermächtnis. Dr. Ulf Krämer, Prof. Dr. Marianne Krüger-Potratz und Hedwig Rosenmöller werden ebenfalls in Erinnerung bleiben für ihren Beitrag zur akademischen und sozialen Entwicklung.

Der Kontext des Wissens und der Wissenschaft breitet sich auch über die Grenzen der Universität aus. Im Islam wird die Suche nach Wissen intensiv gefördert und stellt einen fundamentalen Teil der Anbetung dar. Die ersten Offenbarungen an den Propheten Muhammad (PBUH) ermutigen Muslime zur Beschäftigung mit Wissenschaften wie Naturwissenschaften und Mathematik. Historische Gelehrte wie Al-Khwarizmi, Ibn al-Haytham und Ibn Sina haben bedeutende Beiträge geleistet, die bis heute nachwirken. Diese Tradition setzt sich fort und wird durch ethische Überlegungen in der modernen Wissenschaft unterstützt – eine Philosophie, die weiterhin auch in der gegenwärtigen Forschung eine Rolle spielt.

Wissenschaftler der islamischen Welt waren in der Vergangenheit Pioniere bei der Entwicklung von Technologien und der Erforschung naturwissenschaftlicher Phänomene. Ihre systematischen Methoden und Ideen waren oft weit voraus und beeinflussten später die europäische Wissenschaft. Auch heute noch ist der Dialog zwischen Tradition und Innovation von großer Bedeutung und erinnert uns ständig daran, wie wichtig es ist, das Wissen stets weiterzuentwickeln und verantwortungsvoll einzusetzen.