In der Stadt Passau hat die interdisziplinäre Vortragsreihe „Next Society: Wie Digitalisierung unser Miteinander formt“ kürzlich ihren erfolgreichen Abschluss gefunden. Diese spannende Veranstaltungsreihe, die von Oktober 2025 bis Februar 2026 an der Universität Passau stattfand, wurde von den Fellows des Passau Young Research Excellence Centre, namentlich Annika Kroos, Bernhard Kronegger, Christina Haupt, Hanna Roider und Lothar Pietrek, organisiert. Ziel war es, einen wertvollen Austausch zwischen Studierenden, Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit zu fördern, um aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen der Digitalisierung zu beleuchten. Die Workshops und Vorträge erfreuten sich großer Resonanz und einige fanden sogar hybrid statt, was die Teilnahme für viele erleichterte.
Zu den Höhepunkten der Reihe gehörten Vorträge von renommierten Experten. So beleuchtete Prof. Dr. Brian Valerius in seiner Rechtswissenschaftlichen Analyse die Problematik von Fake News und Deep Fakes, während Prof. Dr. Daniel Veit die ökonomischen Aspekte von Nachhaltigkeit und Digitalisierung thematisierte. Prof. Dr. Margarete Pratschke konzentrierte sich auf die visuelle Kultur von Künstlicher Intelligenz (KI) und die Wichtigkeit von Kontextwissen für die Medienkompetenz. Die Entwicklungen in der digitalen Medizin wurden von Prof. Dr. Ulrich M. Gassner behandelt, wobei er auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für KI in der Gesundheitsversorgung beleuchtete. Dr. Niels Brüggen brachte den Aspekt der Digitalisierung in der Bildung ins Spiel und sprach über neue Wege, Kinder zu fördern und die Medienkompetenz von Bildungseinrichtungen zu stärken.
Die Relevanz der Digitalisierung in der Gesellschaft
Die Diskussionen während der Vortragsreihe verdeutlichten die breite Vielfalt der Perspektiven auf das Thema Digitalisierung, was klar zeigt: Digitalisierung ist ein Querschnittsthema, das viele Lebensbereiche berührt. Dies wird auch durch die momentanen Entwicklungen im Gesundheitswesen ergänzt. Mit der zunehmenden Akzeptanz von digitalen Gesundheitsanwendungen, insbesondere Video-Sprechstunden, wird immer klarer, dass digitale Lösungen nicht nur eine Zusatzoption, sondern auch ein integraler Bestandteil der modernen Gesundheitsversorgung sind, wie eine Studie zum Thema E-Health belegt.
Der digitale Wandel im Gesundheitssektor ermöglicht den Austausch relevanter Gesundheitsdaten und die Integration von Gesundheitsanwendungen, die für Patienten von Bedeutung sind. Das Bundesministerium für Gesundheit unterstützt diesen Trend durch Gesetzesinitiativen wie das Gesetz zur Beschleunigung der Digitalisierung im Gesundheitswesen (DigiG).
Blick in die Zukunft
Die positiven Rückmeldungen zur Reihe lassen die Organisierenden von „Next Society“ darauf hoffen, diese Diskussion auch in Zukunft fortsetzen zu können. Geplant ist die Jahrestagung der PYREC-Nachwuchswissenschaftler am 24. April 2026 mit dem Thema „Zusammenleben im Wandel“. Diese Veranstaltungen bieten nicht nur Wissenschaftlern, sondern auch der breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich aktiv mit den Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung auseinanderzusetzen.
Insgesamt zeigt sich, dass die Digitalisierung, sei es in der Wissenschaft oder im Gesundheitswesen, ein bedeutender Faktor für unser Zusammenleben ist. Eine nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und Initiativen wie die European Open Science Cloud (EOSC) stellen sicher, dass diese Entwicklungen auch technologisch unterstützt werden, damit Forschungsdaten effizienter genutzt werden können. In diesem Zusammenspiel zwischen Wissenschaft, Digitalisierung und Gesellschaft wird die Zukunft gestaltet, und der Diskurs bleibt unerlässlich.