In den letzten Monaten hat ein innovatives Konzept in deutschen Schulen an Bedeutung gewonnen: Maker Education. Die kürzlich stattgefundene Veranstaltung des moreBNE-Camps an der Universität Passau, die am 12. Februar 2026 unter dem Motto „Einfach machen! Making in der Schule – von der Idee zur Anwendung“ stattfand, legt den Grundstein für eine neue, kreativen Form des Lehrens und Lernens. In Zusammenarbeit mit dem Projekt PIZ der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen sowie dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung wurde ein lebendiges Forum für Lehrer:innen, Studierende, Dozierende und außerschulische Bildungspraktiker eröffnet.
Maker Education bietet einen transformativen Ansatz, der die realen und relevanten Bedürfnisse der Lernenden in den Mittelpunkt stellt. Dabei wird das selbstständige Handeln der Schüler:innen gefördert, während sie ihre kreativen und technischen Fertigkeiten in einem explorativen, problembasierten Lernumfeld entwickeln. Wie MakerED erklärt, liegt das Ziel darin, die Fähigkeiten der Lernenden auszubauen und ein Bewusstsein für die Gestaltung ihrer Umwelt zu schaffen. Konzipiert nach den Bildungstheorien von Jean Piaget und Seymour Papert, ermöglicht Maker Education interaktive, offene und von den Schüler:innen gesteuerte Lernerfahrungen.
Vielfältige Workshops und kreative Impulse
Das moreBNE-Camp bot nicht nur eine inspirierende Keynote von Schülern des Gymnasiums Neubiberg, die über Entwicklungen in der Maker Education berichteten, sondern auch eine Vielzahl von Workshops. Hier konnten Teilnehmer:innen Erfahrungen austauschen und innovative Ideen einbringen. Zu den Themen zählten unter anderem Game-Based Learning, 3D-Modellierung und Upcycling-Roboter-Storytelling.
Die Lernenden wurden ermutigt, ihre kreativen Ideen durch die Entwicklung von Artefakten wie 3D-Objekten, Bildern, Videos und Musikstücken zum Leben zu erwecken, was die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten dieser Bildungsform unterstreicht.
Ein offenes Barcamp-Format förderte zudem den Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden. Hier wurde deutlich, dass Maker Education mehr ist als nur Technik und Materialien – es geht um communitybasiertes Wissen und die Förderung von Resilienz innerhalb der Bildung. MakerEDU, ein internationales Projekt, unterstützt diese Bewegung und ist davon überzeugt, dass makerzentriertes Lernen die Bildungserfahrung für jedes Kind verändern kann.
Ein Blick in die Zukunft
Das moreBNE-Camp ist Teil einer Reihe von Veranstaltungen, die darauf abzielen, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ganzheitlich zu verankern. Das nächste Camp findet vom 25. bis 26. März 2026 statt. Das Projekt zeigt, wie die Rolle der Lehrer:innen sich von einer führenden zu einer unterstützenden Funktion wandelt und einen Raum schafft, in dem Schüler:innen ihre Fähigkeiten im Problemlösen ausbauen können. Wie die Veranstalter betonen, ist Making eine Gelegenheit für Lernende, aktiv zu werden und ihre Ideen zu verwirklichen – ein Schritt hin zu den Schulen von morgen.
Für weitere Informationen zum Thema Maker Education und kommende Veranstaltungen, besuchen Sie bitte diese Seite. Kontakt für die Veranstaltungen: morebne@uni-passau.de.