Digitale Lösungen im Gesundheitsbereich sind aktueller denn je und stehen im Mittelpunkt der bevorstehenden Veranstaltung, dem Digital Health Innovation Forum (DHIF), das am 25. und 26. März 2026 am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam stattfindet. Die Gastgeber, Prof. Dr. Ariel Dora Stern und Prof. Dr. Lothar H. Wieler, erwarten führende Vertreter:innen aus Wissenschaft, Politik, Gesundheitswesen und Wirtschaft, um über die digitale Transformation im Gesundheitsbereich zu diskutieren. Themen der Konferenz sind unter anderem Datenschutz, regulatorische Rahmenbedingungen und innovative Lösungen für die datenbasierte Medizin.
Das Anforderungsprofil an digitale Lösungen wächst, insbesondere im Hinblick auf KI-gestützte Diagnostik und personalisierte Therapien. Die Entwicklungen zeigen, dass Künstliche Intelligenz (KI) sich von einem abstrakten Konzept zu einer greifbaren Realität in der Gesundheitsversorgung entwickelt hat. Wie europa.eu berichtet, kann KI das Gesundheitswesen effizienter, zugänglicher und wirtschaftlich nachhaltiger gestalten.
Innovationen durch Künstliche Intelligenz
Das Potenzial von KI im Gesundheitssektor ist enorm. Durch vorausschauende Analysen können Muster und Trends identifiziert werden, die frühe Interventionen ermöglichen. Aktuelle KI-Anwendungen werden bereits in verschiedenen Bereichen genutzt, wie zum Beispiel in der Früherkennung von Krankheiten. Ein bemerkenswertes Beispiel ist die Software „AIRAmed“ des Uniklinikums Tübingen, die MRT-Daten nutzt, um frühzeitig Abweichungen zu identifizieren.
Zusätzlich gibt es KI-gestützte Apps, die Patienten aktiv unterstützen. Eine solche Anwendung ist die App „Mika“, die Krebspatient:innen Informationen zu ihrer Erkrankung bietet und sie mit einem digitalen Symptom-Tagebuch zur persönlichen Begleitung motiviert. Auch die App „Diafyt“ für Typ-1-Diabetes-Patient:innen zeigt, wie KI den Alltag verbessern kann, indem sie den individuellen Insulinbedarf ermittelt.
Regulatorische Rahmenbedingungen
Um diese Technologien verantwortungsvoll einzuführen, sind klare regulatorische Rahmenbedingungen notwendig. Die EU plant, mit der KI-Verordnung, die im August 2024 in Kraft tritt, Anforderungen für hochriskante KI-Systeme festzulegen. Diese müssen niederschwellige Anforderungen an Risikominderung und menschliche Aufsicht erfüllen.
Die EU-Arzneimittelrechtsreform fördert zudem KI-gestützte Arzneimittelinnovationen und vereinheitlicht die Zulassungsverfahren. Gleichzeitig wird der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS) geschaffen, um den sicheren Austausch von Gesundheitsdaten für Forschung und Innovation zu ermöglichen.
Das DHIF bietet eine Plattform für diesen Austausch, wo nationale und internationale Expert:innen aktuelle Forschungsthemen und gesundheitspolitische Debatten diskutieren können. Die Konferenzsprache ist Englisch, und Journalist:innen haben die Möglichkeit, sich über konkrete Forschungsprojekte und technologische Anwendungen vor Ort zu informieren.
Das Event verspricht, ein wichtiger Schritt in die Zukunft der digitalen Gesundheitsversorgung zu sein und ermöglicht eine wertvolle Diskussion über die Herausforderungen und Chancen, die KI im Gesundheitswesen bietet.