Am 11. März 2026 wurde es offiziell bekannt gegeben: Die Universität Tübingen behält ihren Status als Exzellenzuniversität. Eine Kommission aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Vertretern von Bund und Ländern hat die Entscheidung getroffen, die das Forschungs- und Lehrprofil der Institution weiter stärkt. Ab dem Jahr 2027 wird die Förderung bis Ende 2033 andauern, wobei die genaue Höhe der jährlichen Finanzierung im Herbst 2026 bekannt gegeben wird. Diese Entscheidung macht Tübingen zu einer von maximal 15 Universitäten, die im Rahmen der Exzellenzstrategie gefördert werden. Die Rektorin, Professorin Dr. Karla Pollmann, dankte allen Beteiligten für ihre harte Arbeit und ihr Engagement im Bewerbungsprozess und betonte die große Bedeutung dieser Auszeichnung.
Mit dem neu gewonnenen Status plant die Universität eine gezielte Fokussierung auf die Exzellenz in der Lehre. Fünf zentrale Ziele sollen in der neuen Förderphase verfolgt werden:
- Exzellenz in Forschung und Lehre: Unterstützung von Forschenden und interdisziplinären Forschungsplattformen.
- Aufbau eines integrativen und kooperativen Universitätsumfelds: Mentoring und Karriereberatung für Erstakademiker.
- Flexibilität und Anpassungsfähigkeit: Weiterführung der Exploration Funds mit besonderen Blick auf Künstliche Intelligenz.
- Globales Bewusstsein und internationale Vernetzung: Stärkung internationaler Netzwerke.
- Gesellschaftliches Engagement, Innovation und Ko-Kreation: Erweiterung interaktiver Formate zu gesellschaftlichen Themen.
Exzellenzcluster für Spitzenforschung
Ein integraler Bestandteil der Exzellenzstrategie sind die Exzellenzcluster. Diese Cluster ermöglichen es der Universität Tübingen, in hoch kompetitiven Forschungsfeldern wie der Entwicklung individueller Tumortherapien, der Untersuchung pflanzlicher Robustheit oder der Erforschung menschlicher Evolution an vorderster Front tätig zu sein. Besonders hervorzuheben ist der Cluster „GreenRobust“, der die Resilienz von Pflanzen unter verschiedenen Störungen erforscht, und der Cluster „iFIT“, der sich der Entwicklung neuer Krebsbehandlungen widmet. Diese Initiativen sind darauf ausgelegt, interdisziplinäre Forschungsansätze zu fördern und die Sichtbarkeit der deutschen Hochschulen im internationalen Wettbewerb zu erhöhen.
Die Exzellenzstrategie, die 2016 ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, die Spitzenforschung an deutschen Universitäten langfristig zu stärken und ihre Profile zu schärfen. Die Universität Tübingen ist ein Beispiel dafür, wie durch gezielte Förderung nachhaltige wissenschaftliche Erfolge erzielt werden können. Bis 2033 sollen im Rahmen dieser Strategie jährlich 687 Millionen Euro bereitgestellt werden, um die Wissenschaftslandschaft in Deutschland zu unterstützen, mit 75% der Mittel vom Bund und 25% vom jeweiligen Sitzland der Universitäten.
Im Jahr 2027 feiert die Universität Tübingen zudem ihr 550-jähriges Bestehen und verbindet damit eine lange Tradition von akademischer Exzellenz mit aktuellen Anforderungen und Herausforderungen der Wissenschaft. Dies ist ein geeigneter Zeitpunkt, um sowohl auf das Bestehende zu blicken als auch neue Wege in der Forschung und Lehre zu beschreiten.
Ob im Hinblick auf die Exzellenz in Forschung und Lehre oder das gesellschaftliche Engagement, die Universität Tübingen zeigt, dass sie bereit ist, diese Herausforderungen anzunehmen und ihre Rolle im Wissenschaftssystem weiter auszubauen.
Weitere Informationen über die ausgeschriebenen Exzellenzcluster und die damit verbundenen Forschungsprojekte finden Sie auf der Seite von Tübingen Research Campus und weitere Details zur Exzellenzstrategie auf der Seite des Bundesministeriums für Forschung.