Das erste Bauhaus-Kolloquium für Nachwuchsforschende fand am 5. und 6. März 2026 an der Bauhaus-Universität Weimar statt und zog großes Interesse auf sich. Mit über 60 eingereichten Beiträgen konnte das Organisationsteam, bestehend aus Gustavo Cosenza, Pedro Romero, Tilman Levine, Maxi-Josephine Rauch, Elisa Rufenach-Ruthenberg, Lisa Rein und Mikhail Tolmachev, 21 Präsentationen für das Programm auswählen. Über 90 Teilnehmende, sowohl von der Bauhaus-Universität als auch von anderen Hochschulen und aus dem internationalen Raum, registrierten sich für die Veranstaltung.

Im Zentrum des Kolloquiums stand der interdisziplinäre Austausch über Forschungsmethoden. Diese Diskussion erörterte methodische Fragestellungen und die Bedingungen, die innovative Forschungsansätze begünstigen. Die Einladung zur Einreichung von Beiträgen betonte die Relevanz dieser Themen in einer komplexen, polarisierten Welt, in der der Einfluss disziplinärer Kulturen auf die Forschungsarbeit zunehmend spürbar ist.

Vielfalt der Themen und Formate

Die Vielfalt der Themen spiegelte sich in den eingereichten Beiträgen wider. Diese umfassten Bereiche wie Architektur, Kunst, Design, Bauingenieurwesen, Urbanistik sowie Medien- und Kommunikationswissenschaft. Der Austausch wurde durch zwei Keynote-Vorträge bereichert: Prof. Dr. Mona Mahall sprach über „The Frame of Artistic Research“ und Prof. Dr. Lars Abrahamczyk beleuchtete „Advanced Structures: Between Interdisciplinarity and Methods“.

Das Kolloquium bot nicht nur akademische Inputs, sondern auch Gelegenheiten zum persönlichen Austausch. Bei den Kaffeepausen konnten die Teilnehmenden bei Snacks ins Gespräch kommen, und am Abend des ersten Tages fand ein informelles „Come Together“ statt, das das Networking förderte.

Ein Ausblick auf den Diskurs über Forschung

Parallel zum Bauhaus-Kolloquium wird vom 15. Juni bis 17. Juni 2026 das XV. Internationale Bauhaus-Kolloquium mit dem Motto „Politics of Research“ stattfinden. Dabei soll eine kritische Untersuchung der politischen Dimensionen von Forschung in den Geisteswissenschaften, Kunst und Architektur erfolgen. Angesprochen werden Themen wie Machtverhältnisse, institutionelle Strukturen und ethische Fragestellungen in der Forschung, die in einer Welt von zunehmender Unsicherheit weiterhin an Bedeutung gewinnen.

Die Veranstalter laden dazu ein, bis zum 14. Dezember 2025 Abstracts einzureichen, um sich an der Diskussion über diese verschiedenen Aspekte zu beteiligen. Das Ziel dieser Initiative ist es, den inter- und transdisziplinären Austausch zu fördern und damit die akademische Landschaft sowie die Herausforderungen, vor denen sie steht, neu zu gestalten.

Insgesamt zeigt das Bauhaus-Kolloquium für Nachwuchsforschende deutlich, dass der interdisziplinäre Dialog und die Reflexion über Forschungspraktiken in einer dynamischen und oft widersprüchlichen Welt von großer Wichtigkeit sind. Die Vielfalt der Formate – von traditionellen Papers über interaktive Medien bis hin zu Installationen – erlaubt es, kreative Lösungen für komplexe Probleme zu finden und trägt so zur Vernetzung von Forschenden bei.