Ein bemerkenswerter Werdegang prägt das Leben von Frank Riemer-Keller, der heute als Geschäftsführer der INJECTA GmbH in Klingenthal einen entscheidenden Einfluss auf die Medizintechnik hat. Der 60-Jährige, der im Erzgebirge lebt, hat seine Karriere in der Maschinenbaustudium an der TU Chemnitz begonnen, wo er 1988 berufsbegleitend ein Studium aufnahm. Bereits zuvor hatte er den Facharbeiterberuf eines Instandhaltungsmechanikers erlernt und diente in der Armee. Diese Erfahrungen haben sein späteres Wirken stark geprägt.
Riemer-Keller erinnert sich gerne an die Zeit seines Studiums. Es war eine Zeit voller Unsicherheit, insbesondere während der politischen Wende in der DDR. Die Folgen der Wende, insbesondere hohe Arbeitslosigkeit, stellte viele Studierende vor große wirtschaftliche Herausforderungen. Doch Riemer-Keller fand Unterstützung durch seinen Arbeitgeber, der ihm half, Studium, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen. Oft arbeitete er bis Mitternacht und widmete viele Stunden dem Studium sowie eigenen Konstruktionen in seiner Garage.
Ein erfolgreicher Übergang in die Berufswelt
Nach seinem Abschluss in den 1990er Jahren stand Riemer-Keller vor der Herausforderung, in einer ungewissen Berufswelt Fuß zu fassen. Trotz der Schwierigkeiten entschied er sich, in seiner Heimat zu bleiben, was sich letztendlich als kluge Entscheidung erwies. 2000 übernahm er die Alleingeschäftsführung eines Unternehmens, ein wichtiger Schritt in seiner Karriere, bevor er vor 3,5 Jahren die Leitung der INJECTA GmbH übernahm, die zur SARSTEDT Gruppe gehört und sich auf innovative Lösungen im Bereich Medizintechnik spezialisiert hat.
In seiner Funktion als Geschäftsführer legt Riemer-Keller großen Wert auf Struktur, Kreativität und offene Kommunikation. Er betont, wie wichtig es ist, Familie und Karriere in Einklang zu bringen. Seine Frau hat während seiner Abwesenheiten viele Aufgaben übernommen, was ihm die Möglichkeit gegeben hat, seine beruflichen Ziele zu verfolgen. Privat begeistert er sich für die Zeit mit seiner Familie und seinen Enkeln sowie für die Restauration seines Trabant 500, Baujahr 1961.
Tipps für junge Fachkräfte
Für junge Absolventen hat Riemer-Keller wertvolle Ratschläge parat. Er betont, dass Neugier, Entschlossenheit und Resilienz unerlässlich sind, um Herausforderungen in der Berufswelt zu meistern. Eine proaktive und kreative Herangehensweise kann entscheidend sein, um im Berufsleben erfolgreich zu sein. Riemer-Keller bleibt weiterhin mit der TU Chemnitz in Kontakt, unterstützt Studierende und arbeitet an gemeinsamen Forschungsprojekten, was sein Engagement für die nächste Generation von Fachkräften zeigt.
Für Studierende, die sich für eine Karriere im Bereich der Medizintechnik interessieren, bietet das Klinikum Chemnitz zahlreiche Ausbildungs- und Karrierechancen im Bereich Medical Engineering, wodurch der Weg in diese dynamische Branche erleichtert wird.
Frank Riemer-Keller ist ein Paradebeispiel dafür, wie Leidenschaft und der Wille zur Veränderung in der Technologiebranche Früchte tragen können. Seine Geschichte inspiriert nicht nur angehende Ingenieure, sondern alle, die in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten hindurchkommen möchten.