Am 17. Februar 2026 lädt das Osnabrücker Symphonieorchester zu einem besonderen Konzert mit dem Titel „Vorbilder“ ein. Diese Veranstaltung thematisiert das faszinierende Verhältnis zwischen Tradition und Moderne in der Musik. Unter der musikalischen Leitung von Benjamin Huth wird ein Programm präsentiert, das sowohl bekannte Werke als auch tiefgründige Kompositionen umfasst.

Ein Highlight des Abends wird die Aufführung von Maurice Ravels „Le Tombeau de Couperin“ sein, einer Klaviersuite, die zwischen 1914 und 1917 entstand. Diese Suite ist eine Hommage an den französischen Barockkomponisten François Couperin und gleichzeitig ein Gedenken an im Ersten Weltkrieg gefallene Freunde. Jeder der sechs Sätze ist einem Kameraden gewidmet, und der letzte Satz trägt die Widmung an Joseph de Marliave. Die Uraufführung fand am 11. April 1919 in Paris statt und ist bekannt für die Kombination aus barocken Tänzen und impressionistischen Klängen, die Ravel meisterhaft verbindet.Wikipedia berichtet, dass die Struktur der Suite, welche ursprünglich aus sechs barock inspirierten Tänzen besteht, eine Spieldauer von etwa 26 Minuten hat.

Ravels Kriegs- und Musikhintergrund

Der Kontext von Ravels Komposition ist ebenso faszinierend wie komplex. Der Komponist meldete sich 1915 freiwillig als Lastwagenfahrer, bevor er 1917 aus dem Fronteinsatz entlassen wurde. Diese Erfahrungen fanden ihren Ausdruck in der emotionalen Tiefe und der rhythmischen Energie seines Werkes. „Le Tombeau de Couperin“ vereint nicht nur klassische Elemente, sondern zeigt auch Einflüsse von Volksmusik und dem zu dieser Zeit populären Tango Argentino. Dies hebt die Dynamik und Vielfalt der Sätze hervor, die in verschiedenen Temperamenten und Tonarten erklingen.

Zusätzlich zur Ravel-Komposition wird das Konzert auch das „Divertimento für Streicher“ von Béla Bartók umfassen. Bartóks Werk greift auf die Form des barocken Concerto Grosso zurück und bringt ebenfalls eine energiegeladene Mischung aus Volksmusikelementen und emotionaler Tiefe mit. Diese beiden Werke zusammen versprechen eine spannende Auseinandersetzung mit den Verbindungslinien zwischen Tradition und Neuerung in der Musikgeschichte.

Veranstaltungsdetails

Die musikalische Moderation übernimmt Prof. Dr. Stefan Hanheide, vom Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Osnabrück. Wer das Konzert besuchen möchte, sollte sich die Tickets nicht entgehen lassen, die für 25 Euro (ermäßigt 12,50 Euro) über die Theaterkasse erhältlich sind. Zudem gibt es eine Theaterflatrate für Studierende der Universität und Hochschule.

Für Presseanfragen steht Prof. Dr. Stefan Hanheide via E-Mail (shanheid@uni-osnabrueck.de) zur Verfügung. Die Veranstalter freuen sich auf zahlreiches Publikum, das sich auf die Erkundung der musikalischen Einflüsse zwischen Tradition und Moderne begeben möchte. Die Universität Osnabrück berichtet über die Veranstaltung und lädt alle Interessierten ein, Teil dieses musikalischen Dialogs zu werden.