In der kommenden Zeit dreht sich alles um eine wichtige Initiative zur Unterstützung der medizinischen Versorgung: Am Mittwoch, dem 11. Februar, veranstalten die WHU First Responder gemeinsam mit dem Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einen Blutspendetag. Die Aktion findet im C-Gebäude der WHU – Otto Beisheim School of Management am Burgplatz statt und läuft von 14 bis 18.30 Uhr. Hier haben alle Interessierten die Möglichkeit, aktiv zu helfen und Leben zu retten.

Die Teilnahmebedingungen sind einfach, aber wichtig: Spender:innen müssen mindestens 18 Jahre alt sein und ein Körpergewicht von mindestens 50 Kilogramm aufweisen. Zudem sollten sie keine schweren Erkrankungen haben. Vor Ort erfolgt eine Registrierung am Eingang, gefolgt von einem Fragebogen, um die Eignung zur Blutspende zu überprüfen. Anschließend steht eine ärztliche Untersuchung an, bei der die Spenderfähigkeit und der Gesundheitsstatus ermittelt werden. Wer sich bereit erklärt, kann etwa 500 ml Blut spenden und danach im Ruheraum entspannen.

Warum Blutspenden wichtig sind

Blutspenden sind für die medizinische Versorgung unerlässlich. In Deutschland werden täglich rund 10.000 Vollblutspenden benötigt, um die Nachfrage nach Erythrozytenkonzentraten zu decken. Das entspricht jährlich etwa 3,7 Millionen Spenden. Allerdings ist die Menge an Blutspenden von 2015 bis 2020 von 4,1 Millionen auf 3,7 Millionen gesunken. Trotz leichter Anstiege in den Jahren seit 2020 bleibt die Zahl mit durchschnittlich 3,6 Millionen Spenden jährlich weiterhin unter dem benötigten Niveau.

Das DRK plant sogar mit einer Bedarf von etwa 15.000 Spenden pro Tag. In der Europäischen Union werden täglich zwischen 67.000 und 70.000 Blutkonserven benötigt, was den dringenden Bedarf für Blutspenden verdeutlicht.

Spenden und ihre Bedeutung

Vollblut enthält alle wesentlichen Blutbestandteile: Erythrozyten, Plasma, Thrombozyten und Leukozyten. Rund 90 Prozent der beim DRK gesammelten Spenden sind Vollblutspenden, die in verschiedene Komponenten aufgeteilt werden können, wie Erythrozytenkonzentrate, Plasma und Thrombozytenkonzentrate. Diese Bestandteile kommen bei Operationen, schweren Blutverlusten, Gerinnungsstörungen und in der Onkologie zum Einsatz.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit der Plasmapheresespenden, bei denen das Blutplasma abgetrennt und die anderen Bestandteile zurückgeführt werden. Das gewonnene Plasma findet in der Industrie Verwendung, zum Beispiel zur Herstellung von Immunglobulinen oder Gerinnungsfaktoren. Im Jahr 2024 stammten in Deutschland 74 Prozent des gewonnenen Plasmas aus solchen Apheresespenden.

Wer an der Spende teilnehmen möchte, kann sich voranmelden, um die Wartezeit zu verkürzen, dies ist jedoch nicht zwingend nötig. Weitere Informationen zur Teilnahme und zu ähnlichen Veranstaltungen sind auf spenderservice.net zu finden.