Mit frischem Wind und neuen Ideen hat die WHU – Otto Beisheim School of Management seit dem 1. Februar 2026 einen neuen Juniorprofessor im Bereich Organizational Behavior. Dr. Roman Briker tritt seine Stelle an, nachdem er zuvor an der Universität Maastricht in der School of Business and Economics tätig war. Seine beeindruckende akademische Laufbahn begann an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, wo er Psychologie studierte, bevor er seine Promotion an der Justus-Liebig-Universität Gießen mit summa cum laude abschloss.

Dr. Briker bringt nicht nur eine umfangreiche Forschungserfahrung mit, die er unter anderem an der Texas Christian University und als Gastwissenschaftler an der Universität zu Köln erworben hat, sondern auch wichtige Forschungsschwerpunkte. Diese umfassen die Führungs- und Klimapsychologie, die Folgen von Zeitdruck in Organisationen sowie die Interaktion zwischen Mensch und Künstlicher Intelligenz. Darüber hinaus hat er in renommierten internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht und diverse Auszeichnungen, wie den Edmond-Hustinx-Preis und den Open-Science-Award, erhalten.

Forschung und Lehre im Fokus

Die WHU verspricht sich viel von Dr. Brikers Erfahrung. Er hat erfolgreich Drittmittel aus nationalen und europäischen Förderprogrammen eingeworben und ist in der Lehre sehr geschätzt: Seine Kurse erhalten regelmäßig hervorragende Bewertungen. Zu seinen Lehrfächern gehören People Analytics, organisatorischer Wandel sowie Beratung. Besonders innovativ sind die MBA-Kurse, die er zum verantwortungsvollen Einsatz von KI in Organisationen konzipiert hat.

In einer Zeit, in der das Verständnis von organisationalem Verhalten immer wichtiger wird, ist die WHU damit bestens aufgestellt. Der konsekutive Masterstudiengang Organizational Behavior, der auf dem Bachelor in Wirtschaftspsychologie aufbaut, bietet Studierenden die Möglichkeit, ihre Fach- und Sozialkompetenzen gezielt zu entwickeln. Hierbei liegt der Fokus auf drei wesentlichen Analyseebenen: individuelle Einflussfaktoren, Gruppenprozesse und organisationale Wirkungsgrößen. Die Lehrenden bereiten die Studierenden auf zukünftige Führungsaufgaben vor, auch im internationalen Kontext.

Den Blick in die Zukunft richten

Dr. Briker wird nicht nur für die Forschung, sondern auch für die Betreuung von Abschlussarbeiten und Doktoranden verantwortlich sein. Absolventen des Masterprogramms heben sich durch ihre Problemlösekompetenz und ein ganzheitliches Verständnis für komplexe Fragestellungen in der Wirtschaft hervor. Dazu zählen Bereiche wie Personalauswahl, strategisches Personalmanagement, Talent Management und Leadership Training.

Zudem gibt es auch Entwicklungen aus dem Bereich der Neurowissenschaften, die Führungskräften helfen können, effektiver mit ihren Mitarbeitenden zu interagieren. Konzepte wie das SCARF-Modell, das psychologische Grundbedürfnisse wie Status, Sicherheit, Autonomie, soziale Eingebundenheit und Fairness definiert, sind nur einige der neurowissenschaftlichen Ansätze, die in moderner Führung praxisrelevant fußfassen. Das Ziel solcher Module ist es, sowohl theoretische als auch praktische Aspekte der Führung zu verknüpfen und gezielte Interventionen zur Verbesserung von Motivation und Leistung zu entwickeln.

Die WHU wünscht Dr. Roman Briker einen inspirierenden Start in seiner neuen Position. Es bleibt abzuwarten, wie seine Beiträge die Ausbildung und Forschung nachhaltig beeinflussen werden.