Die Globalisierung bringt frischen Wind in die Hochschullandschaft, und das zeigt sich auch an der WHU (Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung) in Vallendar. Hier hat Hanyan Jin, eine Studentin aus Shanghai, ihren Weg in die internationale Geschäftswelt eingeschlagen. Der Master in International Business, den sie seit Herbst 2025 studiert, bietet viele Möglichkeiten zur Vernetzung und zur praktischen Erfahrung.
Hanyan, die zuvor ihren Bachelor of Fine Arts im Bereich Arts Management abgeschlossen hat, hat die WHU gewählt, um ihre Karriere in Europa zu starten. In Vallendar, bekannt für seine historische Schönheit und das UNESCO-Weltkulturerbe im Obere Mittelrheintal, fühlt sie sich wohl. Die kurze Distanz zwischen Wohnorten und die enge Gemeinschaft sind für sie entscheidende Faktoren. „Ich schätze den Austausch mit Kommilitonen aus verschiedenen Fachrichtungen, wie Design oder Psychologie“, sagt sie.
Engagement und Networking
Wesentlich für Hanyan ist ihr Engagement in drei studentischen Initiativen, darunter die Opinio – WHU Debate Society und Saidia Consulting. Hierdurch lernt sie viel über die deutsche Arbeitskultur. „Es ist wichtig, aktiv zu sein und Initiative zu zeigen“, empfiehlt sie zukünftigen Studierenden. Die Netzwerke der WHU, insbesondere im Consulting, waren für sie ein ausschlaggebendes Argument für die Wahl dieser Hochschule. Schließlich ist der Austausch mit anderen Studierenden ein zentraler Bestandteil ihrer Studienerfahrung, den die Hochschule durch Karrieremessen und Gastredner:innen auf dem Campus unterstützt.
Ein prägendes Erlebnis war ihre Zeit während eines Auslandssemesters in Südkorea, wo sie die Arbeitsweise deutscher Studierender kennengelernt hat. „Das hat mich beeindruckt und mir gezeigt, wie wichtig internationale Perspektiven sind“, erklärt Hanyan. Ihre Motivation für ein Studium in Deutschland gründet nicht nur auf der hohen Bildungsqualität, sondern auch auf dem dynamischen Arbeitsmarkt.
Die Bedeutung der Internationalisierung
Die Internationalisierung von Hochschulen wird in Deutschland zunehmend wichtiger. Hierbei spielt die WHU eine zentrale Rolle, indem sie Studierenden aus verschiedenen Ländern eine Plattform für Austausch und Lernen bietet. Im Wintersemester 2023/2024 waren etwa 380.000 internationale Studierende in Deutschland eingeschrieben, mit einer hohen Anzahl aus Ländern wie Indien, China, Türkei und Österreich. Laut Eurydice fördert die deutsche Hochschulbildung nicht nur Auslandsstudien, sondern auch Praktika, um die internationalen Erfahrungen zu stärken.
Mit Programmen wie Erasmus+ wurden zwischen Juni 2022 und Juli 2024 über 37.000 Studierende aus Deutschland unterstützt. Hochschulen wie die WHU sind nicht nur Ausbildungsstätten, sondern auch Schauplätze des interkulturellen Austausches.
Die neue Strategie zur Internationalisierung, die im Juni 2024 beschlossen wurde, zielt darauf ab, den Hochschulstandort Deutschland weiter zu stärken und das Studium im Ausland attraktiver zu machen.
Hanyan Jin ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie internationale Bildung nicht nur Horizonte erweitert, sondern auch die Möglichkeit bietet, in einer Gemeinschaft zu wachsen. Der Wechsel von Shanghai nach Vallendar könnte als ein Schritt aus der Komfortzone betrachtet werden, doch für Hanyan ist es der Beginn einer vielversprechenden Karriere in einem interkulturellen Umfeld.
Für den persönlichen und akademischen Erfolg in der globalisierten Welt ist es entscheidend, bereit zu sein, eigene Erwartungen zu hinterfragen und sich aktiv an der Gestaltung der eigenen Zukunft zu beteiligen.«