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In Niedersachsen wird eine neue Initiative ins Leben gerufen, die Frauen in der Wissenschaft stärken soll. Der Forschungsverbund Matrix Evolution der Leibniz Universität Hannover und der Medizinischen Hochschule Hannover hat das Netzwerk namens FemMatrix gegründet. Dieses Netzwerk zielt darauf ab, die Vernetzung und den fachübergreifenden Austausch unter Wissenschaftlerinnen in leitenden Positionen zu fördern. Angesprochen werden Gruppenleiterinnen sowie Frauen in akademischen Führungsrollen, wie beispielsweise Juniorgruppenleiterinnen, Professorinnen und Klinik- oder Abteilungsleiterinnen. Das Engagement für Gleichstellung in der Wissenschaft ist notwendig, insbesondere in Anbetracht des aktuellen Anteils der Forscherinnen in der EU, der bei 34 % liegt, während der Anteil in Deutschland sogar unter 30 % bleibt, wie die Deutsche UNESCO-Kommission feststellt.

Die Auftaktveranstaltung des FemMatrix-Netzwerks fand im Rahmen des ersten hannoverschen Matrix Evolution Symposiums am 10. Dezember 2025 statt. Themen wie Biomaterialien, Geweberegeneration und Bildgebung standen im Fokus. Das Netzwerk plant zudem monatliche „Women’s Lunches“, die Frauen in der Wissenschaft eine Plattform bieten, zum Austausch und zur Vernetzung. Die nächste Veranstaltung soll am 17. Dezember 2025 stattfinden und zielt darauf ab, den Zusammenhalt unter Forscherinnen zu stärken.

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Langfristige Unterstützung für Wissenschaftlerinnen

FemMatrix ist Teil einer breiteren Bewegung, die darauf abzielt, die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft zu erhöhen und ihre Karrieremöglichkeiten zu verbessern. Laut dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) nehmen die Zahlen weiblicher Wissenschaftlerinnen auf den verschiedenen akademischen Laufbahnstufen ab. So liegen die Anteile bei 46 % für Doktorandinnen, 36 % für Habilitandinnen und nur 29 % für Professorinnen. Um das zu ändern, hat das BMFTR verschiedene Programme ins Leben gerufen, darunter ein Professorinnenprogramm, das seit 2023 in die vierte Programmphase gestartet ist.

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Eine wichtige Initiative zur Förderung von Chancengleichheit ist auch die Förderung im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Der Frauenanteil in diesen Studiengängen betrug 2022 nur 32,4 %, was zeigt, dass das Potenzial weiblicher Talente nicht ausreichend genutzt wird. Projekte wie der Girls’Day sollen dazu beitragen, Schülerinnen in klischeefreie Berufe und Studienrichtungen zu lenken.

Die Förderung von Gleichstellung in der Wissenschaft wird nicht nur von nationalen Institutionen vorangetrieben, auch internationale Organisationen wie UNESCO setzen sich aktiv für die Sichtbarkeit und Förderung von Frauen in der Forschung ein. Der „For Women in Science“-Preise von L’Oréal und UNESCO ist ein gutes Beispiel dafür, wie Wissenschaftlerinnen anerkannt und unterstützt werden können. Jean-Christophe Letellier, CEO von L’Oréal DACH, betont die systemischen Hürden, denen Frauen in der Forschung gegenüberstehen.

Künftige Perspektiven

Das Netzwerk FemMatrix ist ein Schritt in die richtige Richtung, um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken. Es bietet nicht nur eine Plattform für den Austausch, sondern auch Möglichkeiten zur Weiterbildung und Impulsvorträgen, die auf die Bedürfnisse von Wissenschaftlerinnen zugeschnitten sind. Der Forschungsverbund Matrix Evolution erhält zudem Projektförderung von rund 1,5 Millionen Euro vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, was zusätzliche Ressourcen für die Förderung von Frauen in der Wissenschaft bereitstellt.

Die Herausforderungen bleiben groß, aber mit Initiativen wie FemMatrix und den unterstützenden Maßnahmen des BMFTR sowie der UNESCO wird der Weg für eine bessere Sichtbarkeit und Unterstützung von Frauen in der Wissenschaft geebnet.

Für weitere Informationen zu FemMatrix kontaktieren Sie bitte Prof. Cornelia Lee-Thedieck unter +49 511 762 14972 oder per E-Mail an lee-thedieck@cell.uni-hannover.de.

Weitere Details zu den Herausforderungen für Frauen in der Wissenschaft und den Initiativen zu ihrer Unterstützung finden Sie auf den Webseiten von Leibniz Universität Hannover, UNESCO und BMFTR.