Botanischer Garten Münster: Einblicke in die geheimnisvolle Pflanzenwelt!

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Erfahren Sie mehr über die Arbeit im Gewächshaus der Universität Münster und die Pflege seltener Pflanzen im Botanischen Garten.

Erfahren Sie mehr über die Arbeit im Gewächshaus der Universität Münster und die Pflege seltener Pflanzen im Botanischen Garten.
Erfahren Sie mehr über die Arbeit im Gewächshaus der Universität Münster und die Pflege seltener Pflanzen im Botanischen Garten.

Botanischer Garten Münster: Einblicke in die geheimnisvolle Pflanzenwelt!

Im Gewächshaus der Universität Münster sorgt Dirk Schmidt dafür, dass eine Vielzahl von Pflanzen optimal gedeiht. Auf einer Fläche von etwa 40 mal 20 Metern betreut er elf verschiedene Arbeitsplätze und ist für Aufgaben in der Saatgutgewinnung sowie Pflanzenpflege zuständig. Schmidt, ein erfahrener Gärtner mit über 20 Jahren Berufserfahrung, hat bereits in den 80er-Jahren eine Gärtner-Lehre absolviert und sammelte zuvor umfassende Erfahrungen in den USA und während seines Zivildienstes.

Der Botanische Garten der Universität Münster, in dem Schmidt tätig ist, beherbergt über 7.000 verschiedene Pflanzen. Er hat die Herausforderung, sämtliche Pflanzen genau zu kennzeichnen, um deren Art, Abstammung und Alter zu dokumentieren. Diese sorgfältige Dokumentation ist nicht nur für den Erhalt der Pflanzenvielfalt wichtig, sondern auch für den regelmäßigen Austausch von Saatgut, welcher Teil eines weltweiten Tauschrings mit 550 Botanischen Gärten ist. Gärtner sammeln das ganze Jahr über Samen, die in einem jährlichen digitalen Samenkatalog verpackt und verschickt werden, um die Erhaltung seltener Pflanzenarten zu unterstützen.

Pflanzenpflege und saisonale Herausforderungen

Schmidt bedient einen Schaltschrank zur Überwachung von Temperaturen, Lüftung und Schattierung in den Pflanzenkammern, die verschiedene Anforderungen an Licht, Dünger und Pflege haben. Zu seinen Aufgaben gehört auch das Schneiden von Kopfstecklingen, beispielsweise von Kartoffelpflanzen. Diese Präzision ist entscheidend, um eine gegenseitige Befruchtung der Pflanzen zu vermeiden.

Im Botanischen Garten blühen momentan seltene Pflanzen wie die Teufelszunge, die nur alle vier Jahre blüht und ihren Bestäuber, die Aasfliegen, mit ihrem starken Geruch anlockt. Diese violette Blüte misst etwa 20 cm und hält nur wenige Tage. Neben der Teufelszunge sind auch die Sumpforchidee und die nicht essbare Ur-Banane, die viele Kerne hat, im Garten zu finden. Markus Eichel, ein Kollege von Schmidt, betont, dass die Pflanzen aktuell eine gewisse Schönheit trotz ihrer kahlen Bäume erlangen, und erwartet bald das Blühen von Alpenveilchen und Rhododendren.

Ausbildung und Qualifizierung im botanischen Bereich

Die Arbeit im Botanischen Garten geht über die reine Pflanzenpflege hinaus. Der Verband Botanischer Gärten engagiert sich stark in der Ausbildung und Qualifizierung von gärtnerischem Personal. Diese Ausbildung umfasst nicht nur traditionelle Gärtnerfertigkeiten, sondern auch spezifische Kenntnisse über Kultur- und Pflegemaßnahmen für Spezialkulturen.

Darüber hinaus fördert die AG Ausbildung des Verbands den Austausch unter den Mitarbeitern und die Kontakte zu Kammern und Behörden. Aktuell wird ein Qualifizierungskurs für Gärtner*innen im Botanischen Artenschutz angeboten. Diese Initiativen sind wichtig für die fachliche Betreuung und Weiterentwicklung im Bereich der Botanischen Gärten.

Für alle, die sich für Pflanzen und deren Pflege interessieren, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zur Fortbildung und zum Austausch innerhalb dieser lebendigen Gemeinschaft von Gärtnern. Der Botanische Garten ist nicht nur ein Ort der Forschung und Erhaltung, sondern auch eine Bildungsstätte für zukünftige Gärtner.