Ernst-von-Leyden-Preis: Prof. Schmiegel wird zum Pionier der Onkologie gekürt!

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Die DKG verleiht 2025 erstmals den Ernst-von-Leyden-Preis an Prof. Dr. Wolff Schmiegel für sein Lebenswerk in der Onkologie.

Die DKG verleiht 2025 erstmals den Ernst-von-Leyden-Preis an Prof. Dr. Wolff Schmiegel für sein Lebenswerk in der Onkologie.
Die DKG verleiht 2025 erstmals den Ernst-von-Leyden-Preis an Prof. Dr. Wolff Schmiegel für sein Lebenswerk in der Onkologie.

Ernst-von-Leyden-Preis: Prof. Schmiegel wird zum Pionier der Onkologie gekürt!

Am 1. Oktober 2025 honorierte die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) erstmals den Ernst-von-Leyden-Preis, um das 125-jährige Bestehen der Gesellschaft zu feiern. Der renommierte Preis ging an Prof. Dr. Wolff Schmiegel, der bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2019 als Direktor der Abteilung für Gastroenterologie/Hepatologie am Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil tätig war. Die Auszeichnung für Schmiegel würdigt nicht nur sein Lebenswerk, sondern auch seinen maßgeblichen Einfluss auf die onkologische Forschung und Versorgung in Deutschland.

Schmiegel wurde auch als ärztlicher Direktor der Universitätsklinik Knappschaftskrankenhaus Bochum und Präsident der DKG bekannt. Laut der Laudatorin Prof. Dr. Anke Reinacher-Schick gilt Schmiegel als Pionier der evidenzbasierten Krebstherapie. Sein Engagement trug maßgeblich zur Entwicklung des Leitlinienprogramms Onkologie bei, welches die Qualität der Krebsbehandlung in Deutschland steigern soll. Darüber hinaus beeinflusste seine Arbeit die Zertifizierung von Krebszentren und die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie innerhalb der DKG.

Der Ernst-von-Leyden-Preis

Der Ernst-von-Leyden-Preis wird zur Anerkennung herausragender Lebenswerke in der onkologischen Forschung und Versorgung verliehen. Preisträger müssen sich besonders für die Ziele der DKG eingesetzt haben, um das Wissen über onkologische Erkrankungen zu erweitern und die Rahmenbedingungen für deren Behandlung in Deutschland zu verbessern. Ernst von Leyden war im Jahr 1900 Mitbegründer und erster Vorsitzender des Comité für Krebssammelforschung, dem Vorgänger der DKG. Er eröffnete 1903 die erste provisorische Krebsabteilung der Charité, was für die Entwicklung der Onkologie in Deutschland von großer Bedeutung war.

Die Auszeichnung stellt eine wertvolle Tradition in der DKG dar, die bereits viele herausragende Persönlichkeiten in der Krebsforschung anerkannt hat. Zu den früheren Preisträgern zählen unter anderem Harald zur Hausen (1986) und Hartmut M. Rabes (1987). Diese Ehrungen betonen die kontinuierliche Unterstützung und das Engagement der DKG für die Onkologie.

Ein Blick in die Vergangenheit

Seit ihrer Gründung hat die Deutsche Krebsgesellschaft zahlreiche bedeutende Forscher geehrt. Eine vollständige Liste der Preisträger zeigt, wie vielfältig die Beiträge zur Krebsforschung über die Jahre waren. Der Ernst-von-Leyden-Preis ist somit nicht nur eine Auszeichnung, sondern ein Zeichen für die anhaltenden Bemühungen um bessere Behandlungsmöglichkeiten und ein vertieftes Verständnis von Krebserkrankungen.

Jahr Preisträger
1986 Harald zur Hausen, Hansjörg Riehm
1987 Hartmut M. Rabes, Norbert Brock
2025 Prof. Dr. Matthias Fischer, Prof. Dr. Walter Paul Weber, Prof. Dr. Dr. Melanie Börries, Prof. Dr. Monika Klinkhammer-Schalke

Die DKG bleibt ein zentraler Akteur in der onkologischen Forschung und Versorgung. Die Ehrung von Prof. Dr. Wolff Schmiegel ist ein weiterer Schritt, um solche Bemühungen zu würdigen und zu fördern. Während die Gesellschaft in die Zukunft schaut, bleibt der Ernst-von-Leyden-Preis ein bedeutendes Zeichen für Exzellenz und Engagement auf diesem wichtigen Gebiet.

Für weitere Informationen zur DKG und deren Auszeichnungen besuchen Sie die Webseite der Deutschen Krebsgesellschaft.