Mit steigenden Herausforderungen im akademischen Leben sehen sich viele Studierende mit Zweifeln und Unsicherheiten konfrontiert. Um diesen entgegenzuwirken, starten die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen kommende Woche die landesweiten Themenwochen zu Studienzweifeln. Der Auftakt findet am 2. März um 10 Uhr mit einem Online-Vortrag von Luca Bischoni statt, einem ehemaligen Maschinenbaustudenten, der heute als Ausbildungskoordinator tätig ist. In seinem Buch „Als man mir den Stecker zog“ teilt er seine persönlichen Erfahrungen mit Depressionen während des Studiums und möchte anderen Studierenden Mut zusprechen. Dies berichtet die TU Dortmund.

Insgesamt werden im Rahmen dieses Programms vier Veranstaltungen von der TU Dortmund angeboten, die Studierenden die Möglichkeit geben, über ihre Zweifel zu sprechen und Unterstützung zu finden. Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Ein Überblick über die einzelnen Angebote:

  • Onlinevortrag: „Studienwechsel & Einstieg in das höhere Fachsemester – So gelingt der Neustart“ (03.03.2026, 16-17 Uhr)
  • Onlinevortrag: „Raus aus dem Studium, rein in die Ausbildung – Karrierechancen in der Praxis“ (18.03.2026, 15:00-16:30 Uhr)
  • Podiumsrunde: „Mein Weg ins Lehramt (oder raus): Echte Geschichten, ehrliche Einblicke“ (19.03.2026, 16-17:30 Uhr)
  • Podiumsrunde: „Studienzweifel im Dialog: Expert*innen geben Antworten“ (26.03.2026, 15-16 Uhr)

Breites Netzwerk für Unterstützung

Experten der Agentur für Arbeit, der Kreishandwerkerschaft, der Industrie- und Handelskammer sowie der Studienberatung von TU und FH Dortmund werden an diesen Veranstaltungen teilnehmen. Ziel ist es, den Studierenden eine Plattform zu bieten, um über ihre Bedenken und Fragen zu sprechen. Das Projekt wird unter dem Namen NEXT CAREER durchgeführt und erhält Förderung vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.

Doch nicht nur in Dortmund wird Unterstützung geboten. Auch in Aachen können Studierende auf Beratungsangebote zurückgreifen. Laut der RWTH Aachen teilen Aachener Studierende in einem Podcast ihre Erfahrungen mit Studienzweifeln. Dabei geht es um Themen wie Studienwechsel und -abbruch, was das Tabu um das Thema Studienausstieg enttabuisieren soll. Auch die zentrale Studienberatung bietet Unterstützung beim Umgang mit Misserfolgen an und startet spezielle Thementage im März 2026.

Individuelle Beratungsmöglichkeiten

Nicht zuletzt sollten Studierende die Beratungsstellen vor Ort nutzen, um ihre individuellen Fragen zu klären. So bietet die FH Dortmund umfangreiche Unterstützung für Studienzweifler*innen an. Hier können Interessierte telefonisch, online oder vor Ort einen Termin für ein Beratungsgespräch vereinbaren, in dem Themen wie Ursachenfindung, Neu- und Umorientierung sowie Entscheidungsfindung behandelt werden können.

Der Umgang mit Studienzweifeln ist für viele junge Menschen eine Herausforderung, die nicht zu unterschätzen ist. Mit diesen vielfältigen Angeboten und der Möglichkeit zur Vernetzung im Rahmen der Themenwochen bieten die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen wertvolle Unterstützung auf dem oftmals steinigen Weg durch das Studium.