Forschung für den Klimaschutz: Wie Bäume CO2 effizient nutzen können
Prof. Dr. Jan Esper von der Uni Mainz erhält 1,2 Mio. Euro zur Erforschung der Wassernutzungseffizienz von Bäumen in Bezug auf CO2-Emissionen.

Forschung für den Klimaschutz: Wie Bäume CO2 effizient nutzen können
Am 25. September 2025 wurde bekannt, dass Prof. Dr. Jan Esper von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) mit der Reinhart Koselleck-Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Höhe von 1,2 Millionen Euro ausgezeichnet wurde. Sein Forschungsprojekt zielt darauf ab, die Wassernutzungseffizienz von Bäumen in Bezug auf steigende CO2-Emissionen, verursacht durch die Verbrennung fossiler Energieträger, zu untersuchen. In dieser komplexen Beziehung zwischen CO2-Konzentrationen und der Effizienz, mit der Bäume Wasser nutzen, erkennen Wissenschaftler eine kritische Herausforderung für die Ökosysteme unserer Erde.
Immer wenn Bäume CO2 aufnehmen, geschieht dies durch das Öffnen ihrer Stomata, was jedoch auch mit einem Wasserverlust verbunden ist. Prof. Esper geht davon aus, dass höhere CO2-Konzentrationen möglicherweise die Wassernutzungseffizienz der Bäume verbessern könnten. Dies könnte weitreichende Auswirkungen auf die Kohlenstoffbindungskapazität von terrestrischen Ökosystemen haben.
Langfristige Datensammlung und Analyse
Im Rahmen seiner Forschung plant Esper, Holzproben von 100 Standorten der Nordhalbkugel über einen Zeitraum von 120 Jahren zu analysieren. Diese Studie wird von einem einzigartigen Herbarium unterstützt, das erstmals langfristige Daten zur Wassernutzungseffizienz liefert. Dazu werden Bohrkerne aus Baumstämmen mittels Isotopenanalysen untersucht. Die Proben werden in Mainz aufbereitet und anschließend zur Analyse an das Global Change Research Institute in Brno, Tschechien, geschickt. Dieses Institut ist in der Lage, jährlich über 100.000 Isotopenmessungen durchzuführen, wobei stabile Isotope wie Kohlenstoff-13 und Sauerstoff-18 gemessen werden, um die Wassernutzungseffizienz abzuschätzen.
Durch diese umfassende Methodik wird es möglich, großräumige Muster in der Wassernutzungseffizienz in Abhängigkeit von verschiedenen Waldzusammensetzungen und Klimaregimen zu untersuchen. So zielt die Forschung darauf ab, empirische Daten zur Bindungskapazität von atmosphärischem CO2 zu liefern, was für die zukünftige Klimapolitik von entscheidender Bedeutung ist.
Klimawandel und wirtschaftliche Strategien
Im Kontext der aktuellen klimatischen Herausforderungen findet am selben Tag eine Veranstaltung mit dem Titel „What Economists Really Do?“ (WERD) des Department of Economics der Oxford University in Kooperation mit der EBC Financial Group statt. In dieser Veranstaltung wird das Thema „Makroökonomie und Klima“ behandelt. Ziel ist es, Strategien zu erforschen, wie Wirtschaftssysteme ökologisch nachhaltig und sozial verantwortungsvoll gestaltet werden können.
Die Grundsatzrede wird von Associate Professor Andrea Chiavari gehalten, die die wirtschaftlichen Kosten des Klimawandels thematisiert. In einer anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Associate Professor Banu Demir Pakel, diskutieren unter anderem Dr. Nicola Ranger vom Environmental Change Institute der Oxford University und David Barrett, CEO der EBC Financial Group, über das Zusammenspiel von wirtschaftlichem Wachstum und Klimaresilienz.
Dr. Chiavari hebt die Notwendigkeit einer Kohlenstoffbesteuerung hervor, um Anreize für nachhaltige Entscheidungen zu schaffen. Gleichzeitig betont er die sozialen CO2-Kosten als wesentlichen Faktor für politische Maßnahmen. Dr. Ranger weist auf die wirtschaftlichen Chancen hin, die Klimagefahren minimierende Maßnahmen bieten könnten, während Barrett die Anforderungen an den Finanzsektor für wirksame regulatorische Rahmenbedingungen hervorhebt. Die Diskussion verdeutlicht die Risiken, die mit fragmentierten globalen Maßnahmen verbunden sind, und die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel.
Insgesamt veranschaulicht die Veranstaltung nicht nur die Dringlichkeit von Klimaschutzinitiativen, sondern auch die Verantwortung, die sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen tragen, um eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten. Sowohl die Forschung von Prof. Dr. Jan Esper als auch die Beiträge der Experten bei WERD zeigen, wie wichtig es ist, Wissen und Strategien zu verknüpfen, um ökologische Herausforderungen zu bewältigen.
Prof. Dr. Jan Esper wird als führender Wissenschaftler in seinem Bereich angesehen, während die EBC Financial Group in der weltweit tätigen Finanzlandschaft eine Vorreiterrolle in der verantwortungsvollen und nachhaltigen Innovation einnimmt. Die Beiträge beider Institutionen sind entscheidend für den Fortschritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft.
Für weitere Informationen über die Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Jan Esper, besuchen Sie bitte presse.uni-mainz.de. Zusätzliche Details zur Veranstaltung an der Oxford University erhalten Sie auf idw-online.de, und weiterführende Informationen zur Wirtschaft und Klimawandel können Sie auf globenewswire.com nachlesen.