Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd geht mit frischen Ideen in die MINT-Bildung und erweitert ihre Angebote durch das neu eingeführte „Make-MINT-Mobil“. Dieses mobile Lehr-Lern-Labor wurde in einer Kooperation mit der PH Ludwigsburg entwickelt und am 3. April 2026 offiziell übergeben. Ziel des Projekts ist es, innovative MINT-Bildungsformate direkt an Schulen sowie außerhalb des regulären Unterrichts in Ostwürttemberg zu realisieren. Dadurch sollen Schüler:innen für Naturwissenschaften und Technik begeistert und experimentelles Arbeiten gefördert werden, während gleichzeitig regionale Netzwerke gestärkt werden.

Das Make-MINT-Mobil ist mit einer Ausstattung versehen, die sowohl molekularbiologische Experimente als auch verschiedene Schülerorientierte MINT-Labore umfasst. Die angebotenen Materialien und Ausrüstungen reichen von Prototyping- und Konstruktionsmitteln bis hin zu Tools für die Digitalisierung. Die ersten Einsatzbereiche des Mobils liegen in den Fächern Biologie, Physik und Technik. Das Experten-Team, das für die fachliche Verantwortung zeichnet, setzt sich aus Dr. Isabelle Heinisch (Biologie), Juniorprofessor Dr. Jan Winkelmann (Physik) und Prof. Dr. Hannes Helmut Nepper (Technik) zusammen und entwickelt maßgeschneiderte Lehr-Lern-Settings.

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Vernetzung und Zusammenarbeit

Die offizielle Übergabe des Make-MINT-Mobils fand durch Prof. Dr. Elke Grundler und Prof. Dr. Steffen Schaal statt, die die Wichtigkeit dieses Angebots für die Lehrerbildung und Schulklassen unterstrichen. Darüber hinaus wird das Projekt von der Landesregierung unterstützt, die plant, zwei weitere mobile Einheiten zur Verfügung zu stellen. Die Initiative ist Teil des Projekts „LaboraTRI“, das die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Schulen in den Bereichen Molekularbiologie und reflexive Unterrichtspraxis vertiefen möchte.

Ein weiteres Beispiel für mobile MINT-Experimentiermöglichkeiten sind die „Mobilen Gen-Labore“, die an der Paul-Ehrlich-Schule in Frankfurt/Main von Dr. Christina Schultheis und Dr. Alexander Rotthues entwickelt wurden. Diese Labore können von Lehrkräften ausgeliehen werden, um molekularbiologische Experimente durchzuführen. Ausgestattet mit modernster Labortechnologie, ermöglichen diese mobilen Einheiten den Schüler:innen, unter anderem einen vereinfachten genetischen Fingerabdruck zu erstellen. Das Angebot ist seit Frühjahr 2020 für alle Schulen in Rheinland-Pfalz verfügbar und enthält sofort nutzbare Materialien sowie digitale Werkzeuge zur Unterstützung der Teamarbeit.

Die Entwicklung solcher mobilen Labore ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Bildungseinrichtungen innovative Wege finden, um praktische Erfahrungen in MINT-Fächern zu fördern. Das Make-MINT-Mobil sowie die Mobilen Gen-Labore bieten Lehrkräften die Möglichkeit, experimentelle Einblicke in die Welt der Naturwissenschaften zu geben und helfen dabei, junge Menschen auf verschiedene Berufsperspektiven innerhalb der MINT-Bereiche vorzubereiten. So wird nicht nur die Begeisterung für die Wissenschaft gefördert, sondern auch der Zugang zu experimentellem Arbeiten erleichtert.

Die Initiativen in Ostwürttemberg wie das Make-MINT-Mobil und die Angebote in Rheinland-Pfalz zeigen, dass ein gutes Händchen für innovative Bildung auf dem Vormarsch ist. Mit diesen Projekten wird die MINT-Bildung nicht nur sichtbar, sondern auch erlebbar und praxisnah gestaltet, was sowohl für Lehrer als auch für Schüler:innen von großer Bedeutung ist.