Es gibt erfreuliche Nachrichten aus der Welt der Bildung und Klimaforschung! Am 10. März 2026 wurde das Lehr-Lern-Labor Physik (PHyLa) der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe mit dem LeLa-Preis 2026 ausgezeichnet. Dieser Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, wurde im Rahmen der 21. LeLa-Jahrestagung in Osnabrück verliehen. PHyLa sicherte sich den ersten Platz in der Rubrik Schülerlabor + und konnte damit die Jury überzeugen.
Doch was macht PHyLa so besonders? Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Projekttage zu physikalischen Themen, die von Lehramtsstudierenden geplant und durchgeführt werden. Ein zentraler Aspekt der Projekte ist die naturwissenschaftliche Grundbildung zur Klimakrise, die durch einen interdisziplinären Ansatz bereichert wird. Die Jury lobte insbesondere die greifbare Darstellung der Klimakrise, die mit wissenschaftlicher Präzision und lokalem Bezug eindrucksvoll vermittelt wird. Schüler:innen analysieren lokale Klimadaten, leiten daraus wichtige Aussagen zur Klimakrise ab und reflektieren mögliche Handlungsoptionen.
Bildung für eine nachhaltige Zukunft
Bildung spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Laut der Siemens-Stiftung muss beispielsweise die Treibhausgasemission bis spätestens 2050 auf Null sinken, um die globale Erderwärmung zu stoppen. Diese drastischen Veränderungen erfordern nicht nur einen Wandel in der Lebensweise, sondern auch in der Wirtschaft. Bildung gilt als einer der sechs Hebel, die für Veränderungen unabdingbar sind. Ein Verständnis für die Ursachen und Folgen des Klimawandels ist notwendig, um neue Wege zur Begrenzung der globalen Erwärmung zu entwickeln. Dies wird auch von den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen unterstützt.
PHyLa bringt dieses Verständnis direkt in die Schulen. Die Lehramtsstudierenden sammeln nicht nur Erfahrung in der Planung und Durchführung fächerübergreifenden Unterrichts, sondern tragen aktiv zur Förderung von „Climate Literacy“ bei. Hierzu gehört auch die Entwicklung einer Karlsruher Klima-App, die seit 1778 Klimadaten analysierbar macht und in Zukunft als Open Educational Resource zur Verfügung stehen soll.
Klimabildung koordiniert und gefördert
Das Konzept der Klimabildung wird auch in anderen Bundesländern vorangetrieben. So ist die Koordinierungsstelle Klimabildung Rheinland-Pfalz am Pädagogischen Landesinstitut engagiert und fördert die Verbindung von Klima- und Nachhaltigkeitsbildung mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Globalem Lernen und Demokratiebildung. Ziel ist, die Klimabildung in alle Lehrpläne schulartübergreifend zu integrieren.
Die Herausforderungen, die mit der Klimagefahr einhergehen, erforden innovative und umfassende Ansätze. In diesem Sinne wird auch der „Runde Tisch Klimabildung“ organisiert, der Schulen dabei unterstützt, sich auf den Weg zur Klimaschule zu begeben. Zudem wird ein partizipatives Jugendklimaforum in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzministerium Rheinland-Pfalz umgesetzt, um den Austausch zu fördern. All diese Maßnahmen tragen dazu bei, Bildung als einen zentralen Pfeiler im Klimaschutz zu verankern und Schüler:innen für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten.
Mit der Auszeichnung des PHyLa und der Vielzahl an Initiativen im Bereich der Klimabildung zeigt sich eindrucksvoll, dass Bildung der Schlüssel zu einer nachhaltigeren Zukunft ist.