Die Welt der Neurowissenschaften hat einen aufregenden Fortschritt gemacht. Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) haben eine bisher unbekannte Funktion eines Proteins identifiziert, das eine Schlüsselrolle in der Motoriksteuerung spielen könnte. Diese Erkenntnis wurde am 9. März 2026 in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht und lässt auf faszinierende neue Perspektiven für die medizinische Forschung hoffen. Laut HHU können die Entdeckungen der Studienautoren das Verständnis der Motorik und möglicher Störungen deutlich verbessern.

Ein zentrales Element dieser Forschung ist die Hilfsuntereinheit der AMPA-Rezeptoren, welche die Signalverarbeitung im Kleinhirn optimiert. Das Kleinhirn ist bekannt für seine entscheidende Rolle bei der Koordination und Feinabstimmung von Bewegungen, sowohl bei Menschen als auch bei anderen Säugetieren. Die Kommunikation zwischen Nervenzellen erfolgt mittels Neurotransmittern, wobei Glutamat eine wesentliche Rolle spielt.

Die Rolle der Claudine

Ein spannender Aspekt der Studie ist die Identifikation neuer Hilfsuntereinheiten aus der Claudine-Proteinfamilie. Zwei spezifische Claudine, Cldn22 und Cldn24, wurden als vielversprechende Kandidaten herausgestellt. Besonders Cldn24 hat das Potenzial, die Erholung der AMPA-Rezeptoren nach einer Phase der Desensitisierung zu beschleunigen. Dies könnte die Präzision der postsynaptischen Antwort erheblich steigern, was für die Motorik von großer Bedeutung ist. Informationen hierzu wurden von der Universitätsmedizin Mainz veröffentlicht.

Das Forschungsteam, bestehend aus 14 Autoren, darunter auch Professor Dr. Jakob von Engelhardt vom Institut für Pathophysiologie der Universitätsmedizin Mainz, hat seine Ergebnisse unter dem Titel „Claudin 24 – a novel enhancer of AMPA receptor fidelity“ veröffentlicht. Diese Arbeit könnte tiefere Einblicke in die komplexe Welt der neuronalen Signalverarbeitung bieten.

Faszination der Neurowissenschaften

Die Universität Mainz spielt eine aktive Rolle in der medizinischen Fachwelt, indem sie über 60 Kliniken und Institute unterhält und jährlich rund 403.000 Menschen betreut, wie auf der Webseite der [Universitätsmedizin Mainz] berichtet wird. Diese Kombination aus erstklassiger Patientenversorgung, Forschung und Lehre macht die Uni zu einem bedeutenden Akteur im Bereich der Gesundheitsversorgung in Rheinland-Pfalz.

Bei den bevorstehenden Untersuchungen, die an Tiermodellen durchgeführt werden sollen, könnte die Rolle von Cldn24 noch weiter beleuchtet werden. Für alle Interessierten stehen zudem Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung. Nadine Berger, M. Sc., von der Unternehmenskommunikation an der Universitätsmedizin Mainz, kann unter der Telefonnummer 06131 17-8434 erreicht werden.