Am Mittwoch, den 18. März, um 18 Uhr, wird Professor Frank Mücklich, ein renommierter Experte im Bereich Funktionswerkstoffe, im Rahmen des Wissenschaftsforums der Universitätsgesellschaft der Universität des Saarlandes über die faszinierende Welt der Materialoberflächen referieren. Die Veranstaltung findet in der Aula im Gebäude A3 3 auf dem Saarbrücker Campus statt. Mücklich, der auch der Gründungsdirektor des Material Engineering Center Saarland (MECS) ist, hat in seinem Bereich auf nationaler und internationaler Ebene große Anerkennung erhalten, unter anderem erhielt er 2023 die Heyn-Denkmünze, die höchste Auszeichnung für sein Lebenswerk, von der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde.

In seinem Vortrag wird Mücklich die intelligente Gestaltung von Oberflächen in der Natur beleuchten. Er stellt dar, wie die mikroskopischen Strukturen von Pflanzen und Tieren über deren Eigenschaften entscheiden. Eine neuartige Lasertechnologie, die das physikalische Prinzip der Interferenz nutzt, bietet die Möglichkeit, natürliche Muster blitzschnell auf Materialoberflächen zu übertragen. Diese Technik hat ein großes Potenzial, um beispielsweise die Eigenschaften von Oberflächen zu verändern und sie für vielfältige Anwendungsgebiete wie Medizin, Elektromobilität und Raumfahrt nutzbar zu machen.

Praktische Anwendungen und Kooperationen

Mücklich macht dabei deutlich, dass die Strukturierung von Materialoberflächen besonders relevant wird, wenn es darum geht, das Anheften von Bakterien zu verhindern. Dies ist von Bedeutung für zukünftige bemannte Missionen, etwa auf dem Mond, wo hygienische Bedingungen für Astronauten entscheidend sind. ESA-Astronaut Matthias Maurer, der bereits auf der Internationalen Raumstation ISS tätig war, hat diese Technologien getestet und wird als erster Diplomand von Mücklich als Beispiel für den erfolgreichen Transfer von Forschung in die Praxis genannt.

Darüber hinaus unterstreicht der Professor, wie wichtig interdisziplinäre Zusammenarbeit ist. Neben der NASA und der ESA führt er mit seinem Team zahlreiche Projekte durch, die unter extremen Bedingungen stattfinden. So werden innovative Lösungen entwickelt, die möglicherweise unseren Umgang mit Materialien revolutionieren und neuen Eigenschaften verleihen könnten. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Unternehmen Surfunction, welches Mücklich mitbegründete und das sich auf laserbasierte Oberflächen spezialisiert hat.

Die Anmeldung für das Wissenschaftsforum, das am 18. März stattfindet, wird dringend empfohlen und kann unter der E-Mail-Adresse unigesellschaft(at)uni-saarland.de erfolgen. Wer Interesse an Materialforschung und deren Anwendung hat, sollte sich diesen Vortrag nicht entgehen lassen; für Neugierige und Fachleute gleichermaßen ein spannendes Event!

Für weiterführende Informationen über den Vortrag und die Arbeit von Professor Frank Mücklich, besuchen Sie bitte die Artikel auf der Universitätsseite sowie dem Oberfläche-Technik Portal.