Am 18. März 2026 ist es soweit: Das Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes präsentiert eine spannende Simulationsstudie zum Thema „Smart Contracts“. In einer Zeit, in der automatisierte Vertragsabschlüsse im Unternehmensalltag immer mehr an Bedeutung gewinnen, ist diese Veranstaltung sowohl vor Ort in Frankfurt am Main als auch online eine wertvolle Gelegenheit, sich über die Zukunft der Vertragsgestaltung zu informieren. Um 15 Uhr geht es los, und die Teilnahme erfordert eine Anmeldung, die Interessierte über die Kontaktinformationen von Prof. Dr. Georg Borges vornehmen können. Bei Fragen steht er telefonisch unter 0681/302-3105 oder per E-Mail unter ls.borges@uni-saarland.de zur Verfügung.
Die Simulationsstudie beleuchtet, wie Gerichte und IT-Sachverständige mit automatisierten Verträgen umgehen können. Hierbei wird ein fiktiver Fall verwendet, der jedoch anhand von realistischen Szenarien aus der Industrie aufbereitet ist. „Unsere Studie hat das Ziel, Erkenntnisse zu gewinnen, die für zukünftige Rechtsfälle von Bedeutung sein könnten“, erklärt Professor Georg Borges. Automatische Bestellungen und Reparaturbeauftragungen sind nur einige Beispiele für Abläufe, die zunehmend durch künstliche Intelligenz automatisiert werden. Ihre umfassende Dokumentation umfasst mehrere hundert Seiten sowie filmische Aufzeichnungen, um die Behandlung der aufgetretenen Probleme und Fragen anschaulich darzustellen.
Verantwortung und Herausforderungen
In der Simulationsstudie wird nicht nur der Prozess simuliert, sondern es wird auch der Frage nach der Verantwortung und Haftung bei Problemen mit automatisierten Verträgen nachgegangen. Professor Borges hebt hervor: „Es besteht die Notwendigkeit für rechtssichere Lösungen, besonders wenn Maschinen eigenständig Verträge aushandeln und schließen.“ In einer Welt, in der Maschinen eigenständig kommunizieren und Entscheidungen treffen können, erscheinen Fragen zur IT-Sicherheit, Datenschutz sowie der Nachweisbarkeit entscheidend. Der zugrunde liegende Fall verdeutlicht mögliche Schwierigkeiten, wie etwa verspätete oder nicht benötigte Lieferungen, die sowohl für Anbieter als auch Kunden zur Herausforderung werden können.
Die Simulationsstudie, unterstützt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, ist in das größere Projekt „Industrie 4.0 Legal Testbed“ integriert. Dieses interdisziplinäre Forschungsvorhaben umfasst unter anderem das Institut für Rechtsinformatik und mehrere Fraunhofer-Institute. Ziel ist es, ein digitales Experimentierfeld für automatisierte Geschäftsprozesse zu schaffen und Handlungsempfehlungen für neue rechtliche Standards zu entwickeln. Dabei stehen vertragliche, haftungsrechtliche und datenschutzrechtliche Aspekte sowie Fragen zur Beweisführung im Fokus.
Der Kurzfilm, der ebenfalls zur Simulationsstudie erstellt wurde, bietet eine anschauliche Ergänzung zu den komplexen Themen der Vertragsautomatisierung. Für alle, die sich für digitale Produktion und rechtliche Standards interessieren, bietet die Veranstaltung am 18. März sowohl eine Plattform zum Austausch als auch die Möglichkeit, Einblicke in künftige Entwicklungen der Rechtsinformatik zu gewinnen.
Es bleibt spannend, wie diese technologischen Innovationen unsere Arbeitswelt verändern werden und welche rechtlichen Rahmenbedingungen für ein sicheres und reibungsloses Miteinander notwendig sind. Seien Sie dabei, wenn das Thema Smart Contracts neue Perspektiven eröffnet!
Erfahren Sie mehr über die Veranstaltung auf der Website der Universität des Saarlandes: Hier klicken. Weitere Informationen zum Forschungsprojekt finden Sie außerdem hier.