Saarland stärkt ukrainische Hochschulen – Ein Netzwerk für die Zukunft!

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Die Universität des Saarlandes startet ein Projekt zur Förderung ukrainischer Hochschulen und kooperiert bis 2029.

Die Universität des Saarlandes startet ein Projekt zur Förderung ukrainischer Hochschulen und kooperiert bis 2029.
Die Universität des Saarlandes startet ein Projekt zur Förderung ukrainischer Hochschulen und kooperiert bis 2029.

Saarland stärkt ukrainische Hochschulen – Ein Netzwerk für die Zukunft!

Die Universität des Saarlandes hat ein neues, wegweisendes Projekt zur Unterstützung ukrainischer Hochschulen ins Leben gerufen. Mit dem Titel „Saar-Ukraine University Network: Overcoming Borders for a European Future“ zielt das Vorhaben darauf ab, ein saarländisch-ukrainisches Universitätsnetzwerk aufzubauen. Die Förderung erfolgt durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit einer finanziellen Unterstützung von etwa einer Million Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt für die Dauer von vier Jahren. Der Projektstart war am 1. Juli 2025.

Die Partneruniversitäten in der Ukraine sind hochkarätige Bildungseinrichtungen, darunter die Nationale Iwan-Franko-Universität Lwiw, die Staatliche Universität Mariupol, die Nationale Universität Kyiv-Mohyla-Akademie, die Nationale Petro-Mohyla-Schwarzmeeruniversität Mykolajiw sowie die Ukrainische Katholische Universität Lwiw. An der Universität des Saarlandes sind mehrere Fachbereiche beteiligt: Amerikanistik, Germanistik, Romanistik und Rechtswissenschaften im Europa-Institut. Die Leitung des Projekts obliegt unter anderem Professorin Astrid Fellner und Professorin Stefanie Haberzettl.

Überwindung von Grenzen in der akademischen Zusammenarbeit

Das saarländisch-ukrainische Netzwerk zielt darauf ab, Lehre, Forschung, Management und die Internationalisierung an den ukrainischen Partneruniversitäten zu fördern. Zu den geplanten Maßnahmen gehören die Entwicklung gemeinsamer Lehrmodule, die Initiierung gemeinsamer Studiengänge sowie die Förderung des Studierendenaustauschs. Das Projekt ist in zwei Module gegliedert: Das erste Modul konzentriert sich auf Studium und Lehre, während das zweite Modulfortbildungsmaßnahmen zu Internationalisierung und Hochschulmanagement umfasst.

Im Kontext der gegenwärtigen Herausforderungen für das ukrainische Wissenschaftssystem ist this initiative besonders relevant. Der anhaltende Krieg Russlands belastet die Ukraine stark und führt zu erheblichen Beeinträchtigungen. Zerstörung von Hochschulen, die erzwungene Migration von Wissenschaftlern und unzureichende finanzielle Mittel stellen die zentralen Hindernisse für den Wissenschaftsbetrieb dar. Diese Probleme wurden auch vom Bildungs- und Wissenschaftsministerium der Ukraine identifiziert, das die Schaffung stabiler Kooperationsstrukturen als notwendig erachtet.

Deutsch-Ukrainisches Hochschulnetzwerk

Im Rahmen der allgemeinen Bemühungen zur Stabilisierung und Unterstützung der ukrainischen Hochschulen hat der DAAD das neue Programm „Deutsch-Ukrainisches Hochschulnetzwerk“ ins Leben gerufen. Diese Initiative wird bis 2029 mit insgesamt 24 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ziel des Programms ist es, die akademische Kooperation zwischen Deutschland und der Ukraine zu festigen und zu vertiefen. DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee hebt die Widerstandsfähigkeit des ukrainischen Hochschulwesens hervor und betont, dass trotz der widrigen Umstände Lehre und Forschung an ukrainischen Hochschulen weiterhin stattfinden, oft unter schwierigen Bedingungen.

Die Zahl der Hochschulpartnerschaften zwischen Deutschland und der Ukraine ist mittlerweile auf über 340 gestiegen. Das Programm gliedert sich in zwei Teile: Der erste Teil fördert binationalen Austausch und kooperative Studiengänge, während der zweite Teil Fortbildungsmaßnahmen für ukrainische Hochschulbeschäftigte zur Internationalisierung beinhaltet. Die Auswahl der Projekte erfolgt bis zum Sommer 2024, und es wird erwartet, dass diese Maßnahmen die akademische Landschaft in der Ukraine nachhaltig fördern und zur Integration in den europäischen Hochschulraum beitragen.

Für weiterführende Informationen und Kontakte stehen Prof. Dr. Astrid M. Fellner sowie Eva Nossem von der Universität des Saarlandes zur Verfügung.

Die Universität des Saarlandes und ihre Partner sind fest entschlossen, durch dieses Netzwerk aktiv zur Erholung und Weiterentwicklung des hochschulischen Umfelds in der Ukraine beizutragen, gerade in Zeiten großer Herausforderungen.

Zum Weiterlesen: Universität des Saarlandes, DAAD Hochschulnetzwerk, DAAD Pressemitteilung.