Am 30. März 2026 erwartet die Besucher eine spannende Veranstaltung in der Universitätsbibliothek der TU Chemnitz. Unter dem Motto „Fäden der Erinnerung“ wird die historisch wertvolle „Alte Aktienspinnerei“ von 1858 bis heute lebendig gemacht. Der Startschuss fällt um 16 Uhr im IdeenReich. Denn die Veranstaltung zielt darauf ab, die wechselvolle Geschichte dieses markanten Gebäudes, das einst die größte Spinnerei Sachsens war, aufbereitet und erzählt zu präsentieren.

Direktorin Angela Malz wird bei der Veranstaltung Einblicke in die vielfältigen Nutzungen des historischen Gebäudes geben. Die „Alte Aktienspinnerei“ diente im Laufe der Jahre nicht nur als Spinnerei, sondern auch als Puppentheater, Stadtbibliothek, Theaterwerkstatt, Wismut-Kaufhaus und Kunstgalerie. Als besonderes Highlight wird Malz von mehreren Interviews mit Zeitzeugen berichten, die spannende, persönliche Anekdoten und Geschichten über das Gebäude mitgebracht haben.

Einblicke in die Geschichte

Die „Alte Aktienspinnerei“ wurde um 1858 von dem Architekten Friedrich Theodor Roschig erbaut und verfügte über 60.000 Spindeln, was zu ihrer Zeit ein wahres Wunderwerk der Ingenieurskunst darstellte. Mit einem eigenen Bahnanschluss für Rohstoffe und Brennstoffe war die Spinnerei nicht nur innovativ, sondern auch gut vernetzt. 1899 wurde das Gebäude in das Eigentum der Stadt Chemnitz übergeben. Im Laufe des Zweiten Weltkriegs erlitt die Spinnerei schwere Schäden und fand nach der Kriegszeit verschiedene Nutzungen in einem Wechselbad der Geschichte.

Im Jahr 2011 ging die Eigentümerschaft an den Freistaat Sachsen über, woraufhin der Umbau zur modernen Universitätsbibliothek begann. Dieser Umbau wurde 2015 initiiert und die verschiedenen Bibliotheksstandorte wurden schließlich im Juni 2020 zur Universitätsbibliothek zusammengelegt.

Teil der Erinnerungskultur

Das Projekt „Fäden der Erinnerung“ kommt nicht von ungefähr. Es wurde im Rahmen des Chemnitzer Kulturhauptstadtjahres initiiert und wird durch „TUCculture 2025“ gefördert. Damit soll nicht nur die Erinnerung an das Gebäude wach gehalten werden, sondern auch das kulturelle Erbe der Region in den Fokus gerückt werden. Die Besucher dürfen sich auf Videoausschnitte freuen, die nicht nur die Vergangenheit aufgreifen, sondern auch aktuelle Perspektiven auf die Geschichte der „Alten Aktienspinnerei“ bieten.

Kleine Holzmodelle des Gebäudes werden auf mehreren Etagen der Bibliothek aufgestellt. Mit Hilfe von QR-Codes können die Besucher Zugang zu den Videos und weiteren multimedialen Inhalten erhalten. Für alle Interessierten wird außerdem eine Webseite zur Veranstaltung in Vorbereitung sein.

Wer sich für die Geschichte der Denkmalpflege in Sachsen interessiert, kann dabei auf eine lange Tradition zurückblicken. Diese reicht bis ins Jahr 1819 zurück, als zwei Vereine zur Erforschung vaterländischer Geschichte und Altertümer fusionierten. Der Weg zur Etablierung eines starken Denkmalschutzes war lang und viele Meilensteine prägten diese Entwicklung, wie der Königliche Verein zur Erhaltung vaterländischer Altertümer, der 1824 gegründet wurde. Dieser historische Kontext zeigt, wie wichtig es ist, die kulturellen Stätten zu bewahren und die Erinnerungen an diese lebendig zu halten.

Für weitere Informationen zur Veranstaltung und zu den Kontakten stehen Angela Malz unter der Telefonnummer 0371 531-31781 oder per E-Mail an angela.malz@bibliothek.tu-chemnitz.de und Stephan Luther, Leiter des Universitätsarchivs, unter 0371 531-32694 oder stephan.luther@bibliothek.tu-chemnitz.de zur Verfügung.

Bleiben Sie dran und erfahren Sie mehr über die faszinierende Geschichte der „Alten Aktienspinnerei“ und ihre Rolle in der Erinnerungskultur der Region!

Für mehr Informationen zur Veranstaltung, besuchen Sie bitte die Webseite der TU Chemnitz. Weitere spannende Details finden Sie in der verfügbaren Publikation. Einen verständlichen Überblick über die Historie des Denkmalschutzes in Sachsen bietet auch Wikipedia.