Die Vorfreude liegt in der Luft, denn am 19. März 2026 versammeln sich 180 Schülerinnen und Schüler aus 23 Gymnasien der Standorte Chemnitz und Zwickau an der Technischen Universität Chemnitz. Ziel des Tages ist die Qualifikation für den Landesausscheid der 27. Sächsischen Physikolympiade. Im Zentralen Hörsaal- und Seminargebäude an der Reichenhainer Straße werden die jungen Physikbegeisterten gefordert, zwei theoretische Aufgaben sowie eine experimentelle Aufgabe innerhalb von drei Stunden zu lösen.

Die Sächsische Physikolympiade ist nicht neu im Game. Ursprünglich als „Kepler-Wettbewerb“ in den 1990er Jahren vom Dr. Norman Bitterlich und der Fachschaft Physik des Johannes-Kepler-Gymnasiums Chemnitz ins Leben gerufen, richtet sich der Wettbewerb seit 2000 an Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 10. Durchschnittlich nehmen über 1.200 Teilnehmer jährlich daran teil, wobei der Hausaufgabenwettbewerb, die erste Stufe der Olympiade, die Schüler zum Mitmachen anregt, egal ob in vertieft naturwissenschaftlicher Ausbildung oder nicht, ganz nach dem Motto: „Physik macht schlau!“

Einblick in die Herausforderungen

Insgesamt müssen die Teilnehmer also drei Aufgaben bewältigen. Die Prüfungszeit beginnt um 9:00 Uhr und die Spannung steigt bis zur Bekanntgabe der besten Nachwuchsphysikerinnen und -physiker um 15:30 Uhr. Die Sieger dürfen sich nicht nur über Urkunden freuen, sondern auch über die Qualifikation für den Landesausscheid des Freistaates Sachsen, der am 24. und 25. April in Chemnitz stattfinden wird.

Unterstützt wird der Wettbewerb vom Institut für Physik der TU Chemnitz, dem Verein zur Förderung der Sächsischen Physikolympiade e. V., dem Chemnitzer Förderverein für Physik e. V. sowie von den Physiklehrern der beteiligten Gymnasien. Letztes Jahr nahmen bereits 452 Schüler an der ersten Stufe des Wettbewerbs teil.

Vorurteile und Erfolge

Das Johannes-Kepler-Gymnasium, Hauptorganisator des Events, hat traditionell eine hohe Erfolgsquote: In der Vergangenheit erlangten deren Schüler einen überproportionalen Anteil an Preisen. Franziska Lüder etwa holte 2019 den ersten Platz in der Klasse sieben. Solche Erfolge heben die Bedeutung des Wettbewerbs und der Physikförderung in Sachsen hervor.

Die Olympiade als Kernstück der Physikbildung in der Region bietet nicht nur eine Plattform für Wettbewerb, sondern auch für Wissensaustausch. Am Ende des Wettbewerbs wird zudem Professor Robert Magerle einen Vortrag über die „Physik der Moleküle des Lebens: Kollagene, Lipide und Wasser“ halten, was sicherlich spannend für die Teilnehmer sein wird. Die besten Köpfe der Region sind also auf dem Sprung, sich in der Welt der Physik zu beweisen!

Weitere Informationen über den Wettbewerb und die Sächsische Physikolympiade finden sich auf der offiziellen Seite des Johannes-Kepler-Gymnasiums.