Die Technische Universität Dresden (TUD) hat ihren Status als Exzellenzuniversität erfolgreich verteidigt. Dies wurde am 11. März 2026 durch den Wissenschaftsrat und die Deutsche Forschungsgemeinschaft offiziell bestätigt. Die TUD bleibt damit die einzige Exzellenzuniversität in den ostdeutschen Flächenländern und zählt zu den zehn Universitäten in Deutschland mit herausragender institutioneller Leistungsfähigkeit und Forschungsstärke. Im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder wird die Förderung der TUD fortgesetzt, und ab dem 1. Januar 2027 beginnt eine neue Förderphase.
Exzellenzcluster in Vielfalt
Die TU Dresden betreut fünf Exzellenzcluster, wobei sie drei in alleiniger Verantwortung trägt und bei zwei weiteren mit Partneruniversitäten kooperiert. Diese Cluster decken ein breites Spektrum an Forschungsfeldern ab und setzen internationale Maßstäbe in Schlüsseltechnologien. Die Cluster umfassen:
- CARE: Klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen (TUD und RWTH Aachen)
- CeTI: Zentrum für taktiles Internet mit Mensch-Maschine-Interaktion
- ctd.qmat: Komplexität, Topologie und Dynamik in Quantenmaterialien (TUD und Julius-Maximilians-Universität Würzburg)
- PoL: Physik des Lebens. Die dynamische Organisation lebender Materie
- REC²: Verantwortungsvolle Elektronik im Zeitalter des Klimawandels
Dieser Exzellenzstatus fördert nicht nur die interdisziplinäre Zusammenarbeit, sondern zieht auch Wissenschaftler aus der ganzen Welt nach Dresden. Dabei gilt es als zentrale Verantwortung und Ansporn, die erreichte Exzellenz weiter zu festigen und auszubauen.
Die Bedeutung der Exzellenzstrategie
Die Exzellenzstrategie, die seit 2016 in Kraft ist, zielt darauf ab, den deutschen Wissenschaftsstandort im internationalen Wettbewerb zu stärken und die Sichtbarkeit deutscher Universitäten zu erhöhen. Auf der Basis der vorherigen Exzellenzinitiative (2007-2017) fördert die Strategie sowohl Exzellenzcluster als auch Exzellenzuniversitäten. Diese Förderung ist entscheidend für die Weiterentwicklung der Universitäten, die Verantwortung für interdisziplinäre Forschungsprojekte übernehmen und neue Wege der internationalen Vernetzung beschreiten möchten.
Die TU Dresden hat den Exzellenzstatus seit 2012 inne und wird seit 2019 dauerhaft gefördert. Die aktuelle Fördersumme liegt bei mindestens 148 Millionen Euro jährlich. Die Entscheidung über Neuanträge für Exzellenzuniversitäten fällt im Oktober 2026, was die TUD in eine spannende Phase der strategischen Planung und Umsetzung ihrer Ziele führt.
Mit einer feierlichen Bekanntgabe der Entscheidungen, an der rund 150 Gäste, darunter Politiker und Mitglieder des Rektorats, teilnahmen, hob Ministerpräsident Michael Kretschmer die Bedeutung dieses Erfolgs für den Innovationsstandort Sachsen hervor. Rektorin Ursula M. Staudinger betonte die tragende Rolle der TUD als leistungsstarke Universität im nationalen und internationalen Vergleich.
Die TUD hat sich nicht nur auf der wissenschaftlichen Bühne bewährt, sondern agiert auch in einem einzigartigen wissenschaftlichen Ökosystem, das internationale Partnerschaften und regionale Allianzen umfasst. Dies führt zu einer dynamischen Entwicklung in der Forschung und einer intensiven Stärkung des Technologietransfers, wobei die TUD stolz die patentstärkste Hochschule Deutschlands ist und zahlreiche erfolgreiche Ausgründungen vorweisen kann.
Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die TUD bereit ist, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Mit dem Rückenwind der Exzellenzstrategie wird die Universität weiterhin ihre internationalen Schlagkraft ausbauen und sich den Aufgaben der globalen Gesellschaft aktiv annehmen. Damit bleibt die TU Dresden ein wichtiger Akteur im Bereich der Spitzenforschung – sowohl in Deutschland als auch weltweit.



