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Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat bei ihrem Jahresempfang am 23. März 2026 einen bedeutenden Schritt zur Erlangung des Exzellenzstatus unternommen. Mit dem eingereichten Antrag „Connecting Horizons – the Baltic Perspective for a Global Impact“ will die CAU sich im bundesweiten Wettbewerb um den Exzellenztitel positionieren. Vor rund 450 Gästen, die sich aus verschiedenen Bereichen zusammensetzten, stellte die CAU-Vizepräsidentin Professorin Catherine Cleophas die zentralen Ideen und Ziele des Projekts vor. Sie betonte die immense Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit sowie die internationale Vernetzung, die das Fundament für den Erfolg dieses Antrags sein wird.

Das ambitionierte Projekt hat sich den Ostseeraum als Reallabor zum Ziel gesetzt, um Erkenntnisse zu gewinnen, die sowohl regional als auch global von Bedeutung sind. Im Rahmen von „Connecting Horizons“ plant die CAU, bestehende Kontakte im Ostseeraum zu intensivieren und wissenschaftliche Talente gezielt zu fördern. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist die Einbeziehung von Studierenden in die Weiterentwicklung der Curricula, was nicht nur die Lehre bereichert, sondern auch den Wissenstransfer in die Gesellschaft fördert.

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Innovative Ansätze für die Zukunft

Im Rahmen des Antrags wurden fünf wesentliche Ziele und Maßnahmen formuliert, die eine bedeutende Rolle in der Erforschung der Herausforderungen im Ostseeraum spielen sollen. Diese umfassen unter anderem:

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  • Baltic DenkRaum Programme: Eine interdisziplinäre Plattform zur Entwicklung von Lösungsansätzen im Ostseeraum.
  • Connecting Professorships Scheme: Einrichtung neuer Professuren zur Förderung innovativer Forschung.
  • Co-Creation Platform for Educational Renewal: Eine transformative Lehrplattform, die sich auf forschendes Lernen und digitale Innovation fokussiert.
  • Pathways with Society Initiative: Eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, die am Kieler Schlossgartenareal verankert ist.
  • Foundational Talent Framework: Programme zur Personal- und Nachwuchsförderung.

Wissenschaftsministerin Dr. Dorit Stenke unterstrich die Rolle der CAU für Schleswig-Holstein und sprach über die Wichtigkeit internationaler Vernetzung sowie interdisziplinärer Forschung. Der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, Daniel Günther, hat ebenfalls seine Unterstützung für den Antrag bekräftigt, was zusätzliche politische Rückendeckung bietet. Im Erfolgsfall könnte die CAU bis zu 15 Millionen Euro jährlich bis 2033 erhalten, wovon das Land 25 Prozent der Fördersumme übernehmen würde.

Blick in die Zukunft

Die Entscheidung über die Vergabe des Exzellenzstatus wird im Oktober 2026 erwartet, und die CAU ist einer von insgesamt acht Bewerbern sowie vier Verbünden, die sich um maximal fünf neue Exzellenzstandorte bewerben. Ein Besuch einer Delegation des Wissenschaftsrats auf dem Kieler Campus ist für Mai 2026 vorgesehen, um sich ein Bild von den Gegebenheiten vor Ort zu machen.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die CAU intensiv an ihrer Profilbildung und wissenschaftlichen Weiterentwicklung gearbeitet. Dies zeigt sich auch in der jüngsten Entscheidung der DFG, die Exzellenzcluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ und „ROOTS“ bis 2032 weiter zu fördern. Der Jahresempfang hat nicht nur die Ziele und Ambitionen der CAU hervorgehoben, sondern auch das Engagement der Stadt Kiel, die mit ihrem EU-Projekt „Science Comes to Town“ den Wissenstransfer in die Gesellschaft aktiv fördert. Bürgermeisterin Renate Treutel sprach zudem von einer engen Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der CAU zur Stärkung von Kiel als Wissenschaftsstandort.

So bleibt zu hoffen, dass die Bestrebungen der CAU auch auf nationaler Ebene Anerkennung finden und die institutionelle Zukunft gesichert werden kann.