In Erfurt gab es vor kurzem ein aufregendes Ereignis für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Unter dem Motto „Jugend forscht“ haben die Grundschule am Steigerwald und andere Schulen aus der Region ihre besten Projekte präsentiert, bei denen innovative Ansätze zur Lösung aktueller Probleme im Mittelpunkt standen. Die Bauhaus-Universität Weimar war dabei einer der Gastgeber und zeichnete die besten Talente aus.

Ein herausragendes Projekt kamen von Klara Heinze und Elena Rubach, die sich in ihrem Forschungsprojekt „Turbokompost“ mit der Frage beschäftigten, wie Biomüll effizienter in fruchtbare Erde umgewandelt werden kann. Durch den Einsatz eines Kompostmodells, in dem sie Materialien wie Brennnesseln, Löwenzahn und Kaffeesatz testeten, erzielten sie beeindruckende Ergebnisse und durften sich über den ersten Preis in der Sparte „Jugend forscht junior“ im Fachbereich Biologie freuen, wie uni-weimar.de berichtet.

Vielfältige Projekte und beeindruckende Ergebnisse

Die Schüler:innen der Grundschule am Steigerwald waren nicht die einzigen, die ausgezeichnet wurden. Ella Sophie Merboth, Tonia Muriel Voigt und Emilija Zunic erhielten für ihre farbenfrohen Malfarben aus Naturmaterialien den ersten Preis im Fachgebiet Chemie. Im Fachbereich Physik überzeugte Aleksandar Javorac mit einem selbstgebauten Elektromagneten.

Das Gymnasium „Albert Schweitzer“ in Sömmerda präsentierte für die Geowissenschaften das Projekt „Aufsaugen, wie ein Schwamm“, in dem Max Meyer und Moritz Frey die Wasserspeicherkapazität von verschiedenen Materialien untersuchten und sich ebenfalls den ersten Preis sicherten. In der Sparte „Jugend forscht“ im Fachgebiet Biologie beeindruckten zwei Projekte: Elina Grüning, Lara Ostrowski und Kim Dufft analysierten das Potenzial von dezellularisierten Pflanzenblättern für die Gewebezüchtung, während Jonas Ossig und Jonas Schnürer vom Goethegymnasium Weimar die Herstellung von Algen-Biokraftstoff aus Chlamydomonas reinhardtii erforschten.

Ein ganz besonderes interdisziplinäres Projekt wurde von Erik Körner, Lena Melissa Körner und Valentin Julius Schaar vom Staatlichen Gymnasium „Prof. Fritz Hofmann“ Kölleda realisiert, wofür sie den Regionalsieg verliehen bekamen. Auch Katharina Koch, Felix Keil und Kara Kielmann vom Albert-Schweitzer-Gymnasium untersuchten die Technologie der automatisierten Blütenbestäubung mit einer eigens entwickelten Drohne und wurden damit Regionalsieger in der Technik-Kategorie.

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Umweltbewusstsein und soziale Verantwortung

Insgesamt traten bei dem Regionalwettbewerb Mittelthüringen 110 Schüler*innen aus 16 Schulen und drei Schülerforschungszentren gegeneinander an. Sie stellten 51 Projekte vor und bekamen insgesamt 70 Preise, darunter 43 Sonderpreise. Solche Engagements sind nicht nur für die Schülerinnen und Schüler von Bedeutung, sondern auch für den Umwelt- und Naturschutz. Wie umwelt.nrw.de feststellt, verbinden sich solche Projekte oft mit Themen der Ressourcenschonung und der nachhaltigen Entwicklung.

Ein Beispiel dafür ist die Forschung zur kleinen Hausbiogasanlage, die als besserer Komposter fungiert. Diese ist mittlerweile ein wichtiges Projekt im Bereich der erneuerbaren Energien und des umweltschonenden Lebensstils, wobei weitere Informationen dazu auf jugend-forscht.de zu finden sind.

Der nächste Regionalwettbewerb findet am 24. Februar 2027 an der Bauhaus-Universität Weimar statt. Die Gewinner:innen der Regionalwettbewerbe von Thüringen dürfen sich auf den Landeswettbewerb Thüringen am 1. April 2026 in Jena freuen. Die Herausforderungen, die die Teilnehmer*innen meistern, zeigen auf eindringliche Art und Weise, dass den jungen Forscherinnen und Forschern die Zukunft am Herzen liegt.