In wenigen Wochen steht ein besonderer Anlass an der Universität zu Lübeck bevor: Am 31. März 2026 wird Prof. Dr. Dr. med. Peter Sieg seine Abschiedsvorlesung halten. Der Vortrag beginnt um 17 Uhr c. t. im Hörsaal T1 des Turmgebäudes auf dem Lübecker Campus. Unter dem Titel „Gesichtspunkte des Wandels“ wird er Veränderungen in der Medizin, akademischen Lehre sowie im chirurgischen Alltag aus einem kritisch anarchischen Blickwinkel beleuchten. Diese Vorlesung fasst die Karriere eines außergewöhnlichen Mediziners zusammen, der nicht nur in der akademischen Welt, sondern auch in der klinischen Praxis bedeutende Spuren hinterlassen hat.
Prof. Sieg bringt eine beeindruckende Vita mit. Nach seinem Studium der Zahn- und Humanmedizin begann er 1985 seine Laufbahn als Assistentsarzt am Institut für Pathologie und der Klinik für Allgemeinchirurgie der Friedrich Schiller Universität Jena. 1988 wechselte er zum Institut für Pathologie der Universität Lübeck und wurde im Jahr darauf an die Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie berufen. In den folgenden Jahren absolvierte er zahlreiche Hospitationen in Kliniken der Plastischen Chirurgie in Melbourne, Adelaide, Oakland und Chicago. 1994 erhielt er die Facharztanerkennung in „Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie“ und wurde 2002 zum außerordentlichen Professor ernannt. Seine Erfahrungen sind vielfältig und spiegeln sich auch in seinem Engagement in der humanitären Hilfe wider: Seit 1997 nimmt er an über 40 chirurgischen Hilfseinsätzen in Entwicklungs- und Krisengebieten teil.
Ein Blick auf seine Errungenschaften
Prof. Sieg hat nicht nur einen tiefgreifenden Einfluss auf die chirurgische Praxis, sondern auch auf die Ausbildung von Fachkräften. In seiner Zeit als Direktor der Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck hat er zahlreiche erfolgreiche Promotionsprojekte gefördert. Unter seiner Leitung haben fünf Habilitationen von wissenschaftlichen Mitarbeitern stattgefunden. Rückblickend äußert er sich über die Freude an diesen Errungenschaften und die Tatsache, dass eine weitere Habilitationsschrift zur Begutachtung eingereicht wurde.
Die Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie
Die Klinik, in der Prof. Sieg tätig ist, führt eine breite Palette medizinischer und ästhetischer Eingriffe im Kopf-Hals-Bereich durch. Behandelt werden Erkrankungen wie Kieferfehlstellungen, Entzündungen, Tumoren und Verletzungen. Besonders die ästhetischen Operationen sind ein wichtiges Standbein der Klinik. Diese Eingriffe sind darauf ausgerichtet, positive Veränderungen beim Patienten zu bewirken, wobei deren Individualität und Natürlichkeit bewahrt bleiben. Zu den angebotenen ästhetischen Verfahren gehören Facelifts, Lidstraffungen und Nasenoperationen, um nur einige zu erwähnen.
Die Klinik ist unter optimalen technischen Bedingungen eingerichtet und beherbergt erfahrene Oberärzte, darunter Prof. Dr. Dr. Samer Hakim und Dr. Constantin Ciocan-Pendefunda. Sie sind gemeinsam mit mehreren Assistenzärzten für die optimale Versorgungen der Patienten verantwortlich. Die Erreichbarkeit der Klinik ist dank einer guten Anbindung über die Autobahnen A1 und A20 sowie einem Parkhaus im Haus 27, wo sich die Klinik befindet, gewährleistet. Zusätzlich bietet die Klinik die Möglichkeit zur Videokonsultation, was die Zugänglichkeit weiter verbessert.
Angesichts dieser vielfältigen Tätigkeiten und Errungenschaften ist die bevorstehende Abschiedsvorlesung von Prof. Sieg nicht nur ein persönlicher Höhepunkt, sondern auch eine Gelegenheit für alle, die von seinen Erfahrungen und Einsichten profitieren möchten. Es ist ein Tag, der in der Geschichte der Universität und der Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie in Lübeck sicherlich in Erinnerung bleiben wird.
Für weitere Informationen zur Vorlesung und zur Klinik selbst, besuchen Sie die Seiten der Universität Lübeck und von Estheticon.