Am 16. April 2026 hält Dr. Jana Zang ihre Antrittsvorlesung im Hörsaal AM 4 an der Universität zu Lübeck. Diese Veranstaltung, die um 17 Uhr beginnt, widmet sich dem bedeutenden Thema der Nahrungsaufnahme im Säuglings- und Kleinkindalter. Besonders im Fokus stehen dabei die sensomotorischen Prozesse sowie die anatomischen und neurologischen Voraussetzungen, die für eine reibungslose Nahrungsaufnahme erforderlich sind. Hierbei werden auch die Herausforderungen beleuchtet, die insbesondere bei Frühgeborenen und Kindern mit verschiedenen Erkrankungen auftreten können.
Die Nahrungsaufnahme, ein entscheidender Aspekt der frühkindlichen Entwicklung, verläuft in der Regel ohne nennenswerte Probleme. Dennoch kommen Beeinträchtigungen vor, die von leichten Trinkschwächen bis hin zu schweren und potenziell lebensbedrohlichen Schluckstörungen, auch Dysphagien genannt, reichen. Diese Schluckstörungen stellen nicht nur medizinische Herausforderungen dar, sondern sie beeinflussen ebenfalls erheblich die Lebensqualität sowie die Entwicklung betroffener Kinder und deren Familien. Die Vorlesung von Dr. Zang wird sich speziell mit der Schluckentwicklung im Kindesalter befassen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf die Spinale Muskelatrophie gelegt wird.
Fokus auf Spinale Muskelatrophie
Spinale Muskelatrophie ist eine neuromuskuläre Erkrankung, die durch eine signifikante Beeinträchtigung der Schluckfunktion charakterisiert ist. In ihrer Vorlesung wird Dr. Zang aktuelle Erkenntnisse zur Pathophysiologie und den klinischen Verläufen der Erkrankung präsentieren und diese mit den Entwicklungsschritten gesunder Kinder vergleichen. Die Vielfältigkeit der Krankheitsausprägungen und deren Auswirkungen auf die Patienten stehen hierbei ebenso im Vordergrund.
Durch diese vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema können nicht nur praktische Ansätze zur Therapie von Schluckstörungen erörtert werden, sondern auch ein besseres Verständnis für die spezifischen Bedürfnisse der betroffenen Kinder und ihren Familien geschaffen werden. Dr. Jana Zang wird mit dieser Vorlesung ihre Habilitation im Fachgebiet Logopädie abrunden. Ihr Engagement in der Forschung und Lehre stellt einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität von Kindern mit Schluckstörungen dar.
Die Veranstaltung verspricht also nicht nur interessante Einblicke in ein komplexes und wichtiges medizinisches Feld, sondern unterstreicht auch die Notwendigkeit, die Entwicklungen in der Logopädie und Kinderheilkunde weiter voranzutreiben. Ziel ist es, nicht nur die einzelnen Erkrankungen zu betrachten, sondern auch, die Gesamtheit der Bedingungen, die die Nahrungsaufnahme im frühen Kindesalter beeinflussen können, zu verstehen und zu verbessern.