Am 13. April 2026 wurde die bevorstehende Eröffnung der Ausstellung „Wieso seid ihr noch am Leben?“ im Fürstenberghaus in Münster bekanntgegeben. Diese bedeutende Veranstaltung thematisiert den Holodomor von 1932/33, eine der größten menschlichen Katastrophen in Europa des 20. Jahrhunderts. Laut uni-muenster.de starben etwa vier Millionen Ukrainer infolge der stalinistischen Zwangskollektivierung und der Beschlagnahmung von Getreide. Die Ausstellung wird am 21. April um 18.15 Uhr im Hörsaal F2 des Fürstenberghauses eröffnet und ist bis zum 12. Mai im Foyer zu sehen. Der Eintritt zu dieser bewegenden Ausstellung ist frei.

Im Rahmen der Eröffnung wird André Sahorn über die Folgen des Holodomors für das Leben seines Vaters sprechen. Zudem wird Prof. Dr. Ricarda Vulpius einen Überblick über den aktuellen Kenntnisstand hinsichtlich dieses Verbrechens geben. Die ukrainische Historikerin Mariya Sharko beleuchtet die Rolle des Holodomors im kollektiven Gedächtnis der heutigen Ukraine. Die lange Zeit verschwiegenen Ereignisse begannen erst nach dem Zerfall der Sowjetunion in den 1990er-Jahren aufgearbeitet zu werden und werfen bis heute einen Schatten auf die ukrainische Geschichte.

Einblick in die Ausstellung

Die Wanderausstellung, die vom Ukrainischen Institut des Nationalen Gedenkens in Zusammenarbeit mit dem Holodomor-Museum in Kiew konzipiert wurde, zeigt die politische Vorgeschichte, den Verlauf und die nachwirkenden Effekte des Holodomors. Diese Thematik ist nicht nur für die Ukraine von Bedeutung, sondern wirft auch wichtige Fragen über das menschliche Schicksal und das Gedenken an vergangene Gräueltaten auf.

Nach ihrer Premiere in Münster wird die Ausstellung im Mai auch in Potsdam und Köln gezeigt. Die Stationen der Wanderausstellung vermitteln einen tiefen Einblick in die Geschichte des Holodomors und bieten Raum für Reflexion und Erinnerung.

Die Initiatoren hoffen, dass diese Ausstellung das Bewusstsein für den Holodomor schärfen und dazu beitragen wird, dass die Erinnerung an diese tragische Episode der Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Sie ist ein wichtiger Schritt in der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und der Förderung einer offenen und informierten Diskussion über die Geschichte der Ukraine und ihrer Menschen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren