Eine innovative Gründung aus der Universität Passau sorgt für Aufsehen in der Welt der Rechtsberatung. Aus einem spannenden Rechtsquiz zwischen Juraprofessor Prof. Dr. Steffen Herbold und einer künstlichen Intelligenz entstand die Idee zur Gründung des Startups AIGHT Legal GmbH. Dieses junge Unternehmen hat sich auf KI-gestützte Rechtsberatung spezialisiert und bietet umfassende rechtliche Beratung zu Anwendungsfällen von Künstlicher Intelligenz.
AIGHT Legal wurde von Prof. Dr. Herbold, Sven Galla, einem Juristen und Passau-Alumnus, sowie Alexander Trautsch, einem Informatiker, ins Leben gerufen. Die Gründung fand nur wenige Monate nach dem Duell „Kai vs KI“ statt, das im November 2024 an der Universität Passau stattfand. Dort trat Prof. Dr. Kai von Lewinski gegen die KI „Juri“ an, die speziell zur Beantwortung von Rechtsfragen programmiert wurde und gemäß der deutschen Rechtsprechung agierte. Dieses Event war nicht nur lehrreich, sondern auch der Ausgangspunkt für die Idee, ein Produkt zu entwickeln, das den wachsenden Bedarf an professioneller Rechtsberatung adressiert.
Leistungsangebot und Zielsetzung
AIGHT Legal bietet zwei Hauptbereiche an: Zum einen die KI-unterstützte juristische Erstberatung, die es ermöglicht, Anfragen schneller und effizienter zu bearbeiten. Zum anderen richtet sich das Unternehmen an Firmen, die Künstliche Intelligenz nutzen möchten. Hierbei berät AIGHT Legal in Bezug auf die Entwicklung konkreter Anwendungsfälle und bewertet deren Machbarkeit unter Berücksichtigung der geltenden Rechtsvorschriften.
Die Kanzlei legt großen Wert auf Interdisziplinarität, sodass Juristen nahtlos mit Software-Experten zusammenarbeiten, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Die Gründer betonen, dass Künstliche Intelligenz die menschliche Arbeit unterstützt, sie jedoch nicht ersetzt. Ein zentrales Anliegen der AIGHT Legal GmbH ist, Rechtssicherheit bei der Implementierung von KI-Technologien in Unternehmen zu gewährleisten.
Kundenerfahrungen und Wachstum
Seit ihrer Gründung, die nur vier Monate nach dem Event „Kai vs KI“ stattfand, hat AIGHT Legal bereits erste Kunden gewonnen und Beratungen durchgeführt. Dabei gehört die Entwicklung einer DSGVO-konformen Beratungsplattform zur Unternehmensstrategie, die sowohl den Anwalt als auch den Anwendungsfall in den Mittelpunkt stellt. Der Fokus liegt auf technischem Verständnis sowie juristischen Machbarkeits- und Compliance-Maßnahmen, was ausschlaggebend für die erfolgreiche Integration von KI in die Firmenpraktiken der Klienten ist.
Vorsichtiges Testen des Produkts und erste Präsentationen bei Rechtsschutzversicherungen haben bereits zu positiven Rückmeldungen geführt. So ist AIGHT Legal auf einem guten Weg, sich in der Branche zu etablieren. Die Kanzlei hat am 30. Januar ihre ersten Beratungen für einen Kunden begonnen, wobei die Zufriedenheit der Klienten bereits vermerkt wurde.
Die AIGHT Legal GmbH feierte Ende März 2025 ihren ersten Geburtstag und steht nun vor der Herausforderung, ihren Platz im dynamischen Bereich der KI-gestützten Rechtsberatung fest zu sichern. Mit einem kleinen, engagierten Team und einer klaren Vision kann sich AIGHT Legal gut positionieren, um den wachsenden Anforderungen an rechtliche und technische Expertise im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz gerecht zu werden.