Im März dieses Jahres besuchte eine hochrangige Delegation des Indian Institute of Technology (IIT) Indore die Technische Universität Braunschweig. Das Treffen, das mehrere Tage dauerte, war auf die Etablierung und Vertiefung von gemeinsamen Forschungs- und Lehrkooperationen ausgerichtet.
Das IIT Indore, das 2009 gegründet wurde, ist als eine der führenden ingenieurwissenschaftlich-technologischen Universitäten in Indien anerkannt. Seit 2016 trägt es den Titel „Institute of National Importance“. Mit etwa 2.350 Studierenden und 205 Mitarbeitenden bietet die Institution ein breites Spektrum an Forschungs- und Lehraktivitäten, die Bereiche wie Raumfahrttechnik, Künstliche Intelligenz, Nanotechnologie und erneuerbare Energien abdecken. Diese Expertise bildete den Hintergrund für die Gespräche während des Besuchs, der von TU Braunschweig organisiert wurde.
Wichtige Persönlichkeiten der Delegation
Die Delegation bestand aus mehreren akademischen Führungspersönlichkeiten, darunter Professor Suhas Joshi, der Präsident des IIT Indore, sowie Professor Prabhat Kumar Upadhyay, der Vizepräsident für internationale Beziehungen. Diese wurde ergänzt durch Professor Abhishek Shrivastava, Vizepräsident für akademische Angelegenheiten, und Professor Bhargav Vaidya. Die Gespräche mit den Vertretern der TU Braunschweig konzentrierten sich insbesondere auf die Kooperation mit indischen Partnern, wobei Professor Sándor Fekete als zentraler Ansprechpartner fungierte.
Ein weiterer Höhepunkt des Besuchs war eine Präsentation im Braunschweig Integrated Centre for Systems Biology (BRICS), wo die Delegation Einblicke in die aktuellen Forschungsaktivitäten erhielt. Professor Dieter Jahn gab dabei einen umfassenden Überblick über die innovativen Projekte des Zentrums. Auch ein Rundgang durch das Zentrum für Pharmaverfahrenstechnik (PVZ) fand statt, bei dem Professor Carsten Schilde, Professorin Iordana Konstantinou und Dr. Emanuela Montefrancesco ihre Arbeiten präsentierten.
Innovative Technologien und zukünftige Kooperationen
Ein besonderes Interesse galt den fortschrittlichen Forschungsaktivitäten im Laboratory for Emerging Nanotechnologies (LENA). Hier wurden Gespräche über Quanten- und Nanotechnologien geführt, die für beide Institutionen von großer Bedeutung sind. Dies zeigt das Bestreben, die Forschungsaktivitäten durch internationale Kooperationen voranzutreiben und gemeinsame Projekte zu initiieren. Professor Kumar Upadhyay äußerte sich während des Besuchs sehr positiv und bezeichnete die Erfahrung als informativ und inspirierend.
Die Delegation nutzte auch die Gelegenheit, die Statue von Carl-Friedrich Gauß in Braunschweig zu besuchen, ein Zeichen der tiefen Verbindung zwischen Wissenschaft und Forschung. Der Wunsch nach engerer Zusammenarbeit zwischen dem IIT Indore und der TU Braunschweig wurde eindrücklich formuliert und spiegelt die Ambitionen beider Institutionen wider, ihre akademischen und technologischen Grenzen zu erweitern.