Am 4. März 2026 wurde der Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen für die europäischen Initiativen der Bauhaus4EU-Allianz bekannt gegeben. Diese Initiative zielt darauf ab, neue Lehrformate für Studierende und Lehrende zu entwickeln und setzt einen starken Fokus auf interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die European BAUHAUS Courses (EBC) und Regionallabore sind Elemente dieser Initiative, die praxisnahe Lösungen zu aktuellen Herausforderungen bieten sollen. Bewerbungen sind bis zum 3. Juni 2026 möglich, wobei alle Einreichungen in englischer Sprache erfolgen müssen. Die EBC basieren auf herausforderungsbasierten Lernformaten, inspiriert vom New European Bauhaus (NEB), das ebenfalls zur Förderung der Zusammenarbeit innerhalb der Allianz dient.
Zusätzlich bieten die EBC eine Plattform für akademische und praxisorientierte Kooperationen in drei zentralen Themenfeldern: Klima und Energie, Kultur sowie digitale Transformation. Neben traditionellen Lehrformaten sind auch innovative Ansätze wie Blended Intensive Programmes und Collaborative Online International Learning vorgesehen. Besonders hervorzuheben sind die Student-led Courses, die es Studierenden ermöglichen, eigene Lehrformate zu entwickeln und international auszurichten. Diese Kurse orientieren sich stark an den UN-Nachhaltigkeitszielen und werden durch ein begleitendes pädagogisches Training unterstützt.
Regionallabore und deren Zielsetzungen
Die Regional Living Labs (RLL) sind experimentelle Lernumgebungen, die alle Partneruniversitäten der Bauhaus4EU-Allianz zusammenbringen. Diese Labore fördern die interdisziplinäre Lehre und die Zusammenarbeit zwischen Fakultäten und sind darauf ausgerichtet, sich mit lokalen Gegebenheiten zu verbinden. Ein wesentliches Merkmal ist die Konzentration auf die Um- und Wiedernutzung leerstehender Flächen, um Raum für kreative Lösungen zu schaffen.
Für jedes RLL können bis zu 10.000 Euro beantragt werden, um die Umsetzung zu unterstützen. Die Allianz selbst umfasst 10 Mitgliedsuniversitäten und 67 assoziierte Partner in Europa, die zusammen einen gemeinsamen europäischen Campus bilden und 124.000 Studierende sowie 10.000 Mitarbeitende umfassen. Ziel dieser Allianz ist es, die Karrierechancen der Studierenden zu verbessern und sich intensiv mit relevanten gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Die Initiative wird von der Europäischen Union gefördert.
Das New European Bauhaus im Kontext
Das New European Bauhaus (NEB), eine bedeutende Förderinitiative, spielt eine ebenso zentrale Rolle innerhalb dieses Rahmenwerkes. Ihr Ziel ist es, die grüne Transformation in urbanen Umgebungen attraktiv und für alle zugänglich zu gestalten. Die Initiative legt besonderen Wert auf die Einbindung lokaler Gemeinschaften und deren spezifische Bedürfnisse. Dabei stehen nachhaltige, inklusive und ästhetische Lösungen im Vordergrund, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen.
In engem Zusammenhang mit dem NEB steht das Projekt AdNEB, das sich mit der Förderung nachhaltiger Mobilität und resilienter urbaner Räume beschäftigt. Der Fokus liegt auf der Entwicklung kreativer Orte, die Kunst, Kultur und soziale Inklusion einbeziehen. Die verschiedenen Themen, die das NEB abdeckt, reichen von der nachhaltigen Stadtentwicklung bis zur gesundheitlichen Verträglichkeit urbaner Strukturen. Projekte werden dabei umfangreich analysiert, um Barrieren sowie Chancen für nachhaltiges Bauen zu identifizieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bauhaus4EU-Allianz und das New European Bauhaus eine umfassende Strategie zur Transformation urbaner Räume entwickeln, die sowohl akademische als auch gesellschaftliche Aspekte in den Fokus rückt. Mit ihren innovativen Ansätzen tragen sie zur Schaffung einer nachhaltigeren und integrativen Zukunft in Europa bei. Für weitere Informationen über die Initiativen und Antragsverfahren besuchen Sie Bauhaus-Universität Weimar, New European Bauhaus und Umweltbundesamt.