Am 14. Februar 2026 ist ein bemerkenswerter Schritt in der Lehrerbildung bekannt gegeben worden. Ab dem Wintersemester 2026/2027 wird ein innovatives Studienmodell für das Grundschullehramt mit künstlerischem Profil an der Universität der Künste Berlin (UdK Berlin) und der Freien Universität Berlin (FU Berlin) eingeführt. Dieses neuartige Konzept zielt darauf ab, die Attraktivität des Grundschullehramts zu erhöhen und damit mehr Studierende zu gewinnen, die sich für diesen wichtigen Berufszweig interessieren.

Das neue Studienmodell vereint ein künstlerisches Erstfach an der UdK Berlin mit einem Zweitfach und einem zusätzlichen Lernbereich an der FU Berlin. Dadurch wird eine einzigartige Kombination aus künstlerischen und pädagogischen Kompetenzen geschaffen, die zukünftige Lehrkräfte besonders gut auf die Herausforderungen des Schulalltags vorbereiten soll. Die Studierenden haben die Möglichkeit, sich auf die grundschulbezogenen Fächer Kunst und Musik an der UdK zu konzentrieren, während sie an der FU Berlin zwischen Deutsch und Mathematik als Zweitfach wählen können. Das nicht gewählte Fach wird in einem reduzierten Umfang als Lernbereich integriert.

Künstlerische und pädagogische Kompetenzen bündeln

Die Einführung dieses Programms wurde von einer Expert*innenkommission empfohlen, die 2024 von der Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie eingesetzt wurde. Prof. Dr. Rebekka Hüttmann von der UdK Berlin hebt hervor, wie wichtig die Kombination von künstlerischen Fähigkeiten und pädagogischem Wissen für die Lehrkräfteausbildung ist. Diese integrative Herangehensweise soll nicht nur die Fähigkeiten der Lehrer*innen erweitern, sondern auch dazu beitragen, eine kreative und ansprechende Lernumgebung zu schaffen.

Auch Prof. Dr. Sven Chojnacki von der FU Berlin betont die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen beiden Hochschulen. Die Stärkung dieser Kooperation ist ein zentraler Aspekt des neuen Studienmodells und zeigt, wie institutionelle Synergien genutzt werden können, um die Qualität der Ausbildung zu verbessern und den Bedürfnissen der Schulen besser gerecht zu werden.

Insgesamt zeigt das neue Studienmodell eine klare Richtung in der Lehrerbildung: Die Verbindung von Kunst und Pädagogik soll nicht nur den Fachwissensstand der zukünftigen Lehrkräfte erhöhen, sondern auch ihre Kreativität und Innovationsfähigkeit in den Unterricht einbringen. Damit wird das Grundschullehramtsstudium nicht nur zeitgemäß, sondern auch zukunftsfähig gestaltet.