
Am Montag, dem 1. April 2025, fand das 12. Jahresgespräch zwischen der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Stadtverwaltung statt. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Universitätspräsident Professor Dr. Ralph Bruder führten den Dialog, der im Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg (TGO) stattfand. Der Schwerpunkt des Treffens lag auf einem gemeinsamen Arbeitsprogramm für die kommenden Jahre, das in fünf Kernbereichen strukturiert ist: Klimaneutralität, Weiterentwicklung der Universität, Campus Oldenburg, Gründungskultur und Internationalisierung. Zu diesen Themen werden sowohl neue Projekte als auch bestehende Initiativen weiter verfolgt, um nachhaltige Entwicklungen in der Region Oldenburg voranzutreiben.
Besonders im Bereich Klimaneutralität stehen Maßnahmen wie die Verbesserung der Radwegeinfrastruktur, die Schaffung von Stadtgrün und die Anpassung an den Klimawandel im Fokus. Zudem sind in der Weiterentwicklung der Universität Projekte in sozialen und gesundheitsbezogenen Bereichen sowie medizinischen Innovationen und Gründungen geplant. Dazu gehört auch die Kooperation „age friendly cities“ sowie Initiativen zum „Studentischen Wohnen“. Die beiden Partner betonten die Notwendigkeit, den Austausch in den Bereichen Kultur und Sport zu intensivieren.
Neue Kooperationsvereinbarung
Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Oldenburg und der Carl von Ossietzky Universität wird als Erfolgsgeschichte gewertet. Eine neue strategische Kooperationsvereinbarung wurde am 29. November 2023 unterzeichnet, nur kurz vor dem 50-jährigen Bestehen der Universität. Diese Vereinbarung, die die frühere von 2002 ersetzt, wurde einstimmig vom Rat der Stadt genehmigt und beinhaltet ebenso die Schaffung von Kernbereichen, die in jährlichen Arbeitsprogrammen evaluiert werden. Diese Unterzeichnung erfolgte zwischen Jürgen Krogmann und Dr. Ralph Bruder, während der Senat der Universität bereits im September 2023 Kenntnis von dem Strategiepapier nahm.
Im Rahmen des neuen Arbeitsprogramms sind auch Projekte wie das Innenstadt-Gründerprojekt „Gründung findet Stadt“ sowie die Beantragung der „hoi startup-factory“ der Universitäten Oldenburg und Bremen vorgesehen. Die Herausforderungen bezüglich eines adäquaten Wohnraums für internationale Studierende und Gastwissenschaftler wurden ebenfalls hervorgehoben, ebenso wie der steigende Bedarf an Unterstützung für diese Gruppen.
Internationalisierung und globale Trends
Die Internationalisierung an Hochschulen spielt eine zentrale Rolle in der aktuellen Strategie der Universität Oldenburg. Ein Bericht der International Association of Universities (IAU), veröffentlicht am 2. April 2024, zeigt, dass der Mehrwert der Internationalisierung in Deutschland vor allem in der Stärkung internationaler und interkultureller Kompetenzen liegt. Diese Aspekte sind nicht nur für die Hochschulen selbst, sondern auch für die Studierenden von großer Bedeutung, da sie zur Verbesserung der institutionellen Reputation beitragen.
Trotz der positiven Entwicklungen gibt es auch Herausforderungen, die angegangen werden müssen. Dazu zählen die erhöhte Arbeitsbelastung des Personals und der ökologische Fußabdruck, der durch die internationale Mobilität von Studierenden und Forschenden entsteht. Schwierigkeiten wie Anerkennungs- und Visafragen, unzureichende finanzielle Mittel und Sprachbarrieren stellen größere Hürden für die weitere Internationalisierung dar.
Abschließend lässt sich festhalten, dass sich die Universität Oldenburg zusammen mit der Stadt Oldenburg weiterhin proaktiv mit den Herausforderungen und Chancen der Globalisierung auseinandersetzt. Die nächsten Schritte in der Zusammenarbeit sind für das Herbst 2025 geplante Treffen vorgesehen, bei dem weitere Fortschritte und Maßnahmen diskutiert werden sollen.