Am 15. April 2026 hat die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) ihre standortübergreifende Zusammenarbeit erheblich erweitert. Im Rahmen dieser Initiative wurden drei neue Research Communities ins Leben gerufen, die sich auf die zentralen Zukunftsthemen Education, Sustainability und Diversity konzentrieren. Die Partneruniversitäten der UA Ruhr sind die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen.

Die neuen Gemeinschaften erhalten finanzielle Unterstützung durch die MERCUR-Strukturförderung. Ziel ist es, die wissenschaftliche Expertise zu bündeln und die strategische Zusammenarbeit der Universitäten weiterzuentwickeln. Ein zentrales Anliegen ist der Ausbau gemeinsamer Forschungsaktivitäten sowie die Erhöhung der internationalen Sichtbarkeit der Institutionen. Die Research Communities sollen zudem die Drittmitteleinwerbung stärken und die Förderung von Forschenden in frühen Karrierephasen intensivieren. Insgesamt soll die neue Struktur die wissenschaftliche Zusammenarbeit an allen drei Universitäten unterstützen.

Future of Education

Die erste Community, die sich mit dem Thema Future of Education beschäftigt, wurde von einem Team aus renommierten Wissenschaftlern initiiert: Prof. Dr. Nele McElvany, Prof. Dr. Nikol Rummel und Prof. Dr. Isabell van Ackeren-Mindl. Insgesamt 18 Gründungsmitglieder aus Erziehungswissenschaft, Psychologie, Fachdidaktiken, Lehr-Lern-Forschung und Soziologie gestalten diese Initiative. Ihr Ziel ist es, die Kompetenzen der Bildungsforschung innerhalb der UA Ruhr zu vernetzen und bildungsbezogene Fragestellungen interdisziplinär zu bearbeiten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Bildungspraxis.

Sustainability

Die zweite Community trägt den Namen Sustainability und wird von Prof. Dr. Andreas Löschel, Prof. Dr. Christian Rehtanz und Dr. Sebastian Schmuck geleitet. Insgesamt sind 19 Hochschullehrende in diese Gruppe integriert. Geplant ist auch die Einbindung einer neuen Klaus-Töpfer-Professur für Nachhaltige Entwicklung. Nachhaltigkeit gilt als zentrales Querschnittsthema, das an allen drei Universitäten thematisiert werden soll.

Die Forschungsfelder erstrecken sich über Themen wie Energie- und Ressourcenwende, Kreislaufwirtschaft, Mobilität sowie nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung. Die Community verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, der technische, naturwissenschaftliche, sozial- und geisteswissenschaftliche Perspektiven miteinander kombiniert. Außerdem ist ein Dialog mit Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft vorgesehen, um die Relevanz der Forschung in der Praxis zu fördern.

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Diversity and Society

Die dritte Community, Diversity and Society, wird von Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, Prof. Dr. Isolde Karle und Prof. Dr. Nicolle Pfaff initiiert und vereint 18 Hochschullehrende aus den Geistes-, Gesellschafts- und Bildungswissenschaften. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Diversitätsforschung und deren Bedeutung für Teilhabe, Anerkennung und Gerechtigkeit. Thematische Schwerpunkte dieser Community sind Bildungsgerechtigkeit, Migration, Inklusion, religiöse Vielfalt, Diskriminierung, Rassismus sowie gesellschaftliche Polarisierung.

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Geschlechterforschung gelegt, um die Förderung des Themas in der Lehre durch innovative Formate wie das „Zertifikatsprogramm Diversität und Gender“ zu stärken. Durch diese Maßnahmen soll nicht nur das Bewusstsein für Diversitätsfragen geschärft, sondern auch die wissenschaftliche Auseinandersetzung intensiviert werden.

Insgesamt bieten die neu gegründeten Research Communities eine vielversprechende Grundlage für eine tiefere Auseinandersetzung mit den relevanten Herausforderungen der Zukunft, die für die UA Ruhr sowie die Gesellschaft von großer Bedeutung sind. Diese Initiativen könnten sowohl die akademische Landschaft als auch die Bildungs- und Gesellschaftspolitik nachhaltig beeinflussen.