Neue Prorektorin der PHKA: Nadine Anskeit startet ihre Amtszeit!
Die Pädagogische Hochschule Karlsruhe hat Prof. Dr. Nadine Anskeit als neue Prorektorin für Forschung berufen, um ihre Forschungsaktivitäten zu stärken.

Neue Prorektorin der PHKA: Nadine Anskeit startet ihre Amtszeit!
Die Pädagogische Hochschule Karlsruhe (PHKA) hat eine neue Prorektorin für Forschung ernannt: Prof. Dr. Nadine Anskeit wird ihr Amt im Oktober 2025 antreten. Sie folgt auf Prof. Dr. Annette Worth, die sich nach drei Amtszeiten nicht erneut zur Wahl stellte. Anskeit, die Professorin für deutsche Sprache und ihre Didaktik ist, bringt umfangreiche Erfahrung in die neue Position mit, da sie gleichzeitig Direktorin der Karlsruhe School of Education und Mitglied im Leitungsteam des Verbunds Lehrkräftebildung Baden-Württemberg ist. Wie die PHKA berichtet, hat sie sich klare Ziele gesetzt, um die Sichtbarkeit und Wertschätzung der Forschung an der Hochschule zu erhöhen.
Ein zentrales Anliegen von Anskeit ist der Ausbau des Transferbereichs, um Forschungsergebnisse besser in die schulische und gesellschaftliche Praxis zu integrieren. Dabei möchte sie die Kooperationen innerhalb der Hochschule sowie mit nationalen und internationalen Partnern stärken. Prof. Dr. Dorothee Kohl-Dietrich wurde in ihrem Amt als Prorektorin für Studium, Lehre und Internationales bestätigt. Der PHKA-Senat traf die Wahl im Juni, während Rektor Klaus Peter Rippe Prof. Dr. Worth für ihre neunjährige Tätigkeit dankte. Die Forschungsinfrastruktur und -förderung sowie das Einwerben von Drittmitteln gehörten zu ihren bedeutendsten Leistungen.
Forschungsschwerpunkte von Prof. Dr. Nadine Anskeit
Zu den Schwerpunkten der Forschung von Nadine Anskeit zählen die Schreibdidaktik, digitale Medien im Deutschunterricht und das sprachliche Lernen im Fachunterricht. Darüber hinaus ist sie Sprecherin des interdisziplinären Forschungs- und Nachwuchskollegs AQUA-d, das sich mit der Didaktik des digitalen Unterrichts beschäftigt. Dieses Kolleg verfolgt das Ziel, die Professionalität von Lehrkräften im digitalen Unterricht zu fördern und damit die Qualität der Bildung zu steigern. Die Erkenntnisse aus der digitalen Bildungsforschung deuten darauf hin, dass die Effektivität digitaler Medien sowohl im Schulunterricht als auch in der Hochschullehre von zentraler Bedeutung ist.
Die Forschung zu digitalen Medien beleuchtet Aspekte wie die Gestaltung und den Einsatz von KI im Unterricht sowie die notwendige mediale Infrastruktur. Die Untersuchung von hybriden Formaten und Simulationen zur Attraktivitätssteigerung der Lehre an Hochschulen ist hierbei ebenso relevant. Aktuelle Modelle zeigen auf, wie Lehrkräfte und Schüler*innen sowohl in ihren Bedürfnissen als auch in ihren Erfahrungen besser berücksichtigt werden können.
Digitale Medien und Hochschulentwicklung
Die fortschreitende Digitalisierung der Hochschulbildung wird zunehmend als unverzichtbarer Bestandteil der akademischen Ausbildung angesehen. In diesem Kontext ist das Hochschulforum Digitalisierung aktiv, welches Strategien zur Umsetzung digitaler Lehrformate entwickelt. Die erste Ausgabe des Magazins „strategie digital“ beleuchtet bereits die Rolle der Studierenden in der Mediennutzung und -gestaltung an Universitäten. Die Bildungsserver bietet umfassende Informationen über Trends in der digitalen Hochschulbildung und die damit verbundenen Herausforderungen.
Projekte wie die Hamburg Open Online University (HOOU) zeigen, wie wichtig die Integration digitaler Technologien in die Präsenzlehre ist. Hier rückt die Praxisnähe der Forschung besonders in den Vordergrund. Initiativen zur Unterstützung von Geistes- und Kulturwissenschaftlern mit digitalen Ressourcen und Methoden, wie DARIAH-DE, tragen ebenfalls zur Weiterentwicklung der Digitalisierung bei.
Insgesamt stehen die Veränderungen in der Hochschulbildung eng im Zusammenhang mit den Entwicklungen in der digitalen Mediennutzung. Die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung stellen sowohl Lehrende als auch Lernende vor neue Aufgaben, die es zu bewältigen gilt.