Wiederentdeckte Nutzpflanzen: Hoffnung für Afrikas Ernährung?!

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Die Universität Hohenheim fördert nachhaltige Ernährungssicherheit in Afrika durch innovative Projekte zu Nutzpflanzen und Klimaforschung.

Die Universität Hohenheim fördert nachhaltige Ernährungssicherheit in Afrika durch innovative Projekte zu Nutzpflanzen und Klimaforschung.
Die Universität Hohenheim fördert nachhaltige Ernährungssicherheit in Afrika durch innovative Projekte zu Nutzpflanzen und Klimaforschung.

Wiederentdeckte Nutzpflanzen: Hoffnung für Afrikas Ernährung?!

Der Klimawandel hat die landwirtschaftliche Produktivität in Afrika erheblich beeinträchtigt. Extreme Wetterbedingungen führen nicht nur zu verringerten Erträgen, sondern auch zu Ernährungsunsicherheit in ländlichen Gebieten und Adipositas in städtischen Regionen. In diesem Kontext könnte die Wiederentdeckung vergessener Nutzpflanzen eine entscheidende Rolle spielen, um die Ernährungssicherheit im südlichen Afrika zu verbessern. Laut Angaben der Universität Hohenheim sind zahlreiche einheimische Pflanzen bislang unzureichend erforscht, deren Potenzial jedoch enorm ist. Das Verbundprojekt INCrease zielt darauf ab, das Bewusstsein für diese Pflanzen zu steigern und ihre Verwendung in der modernen Landwirtschaft zu fördern, so uni-hohenheim.de.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Christine Wieck wird das Projekt einen ersten Anstoß zur Stärkung lokaler Anbausysteme geben. Insbesondere in Regionen, in denen Kleinbetriebe mit veralteten Anbaumethoden und mangelndem Wissen zu kämpfen haben, sind innovative Ansätze gefragt.

Innovationen zur Verbesserung der Ernährungssicherheit

Zusätzlich zu den Bemühungen von INCrease untersucht das EU-finanzierte Projekt InnoFoodAfrica das Potenzial traditioneller klimafreundlicher Nutzpflanzen für die Entwicklung ausgewogener Lebensmittel. Dieses Projekt zielt darauf ab, Ernterückstände als Biomaterialien für Verpackungen zu nutzen und die lokale Landwirtschaft zu fördern. Durch die Einführung verbesserter Saatgutsorten sowie umfassender Handbücher und Videos über bewährte landwirtschaftliche Praktiken sollen die Anbaumethoden und die Qualität der Lebensmittel erheblich verbessert werden. Insbesondere wurden bereits 15 gesunde Mehle und Lebensmittelprototypen, wie Cracker und Nudeln, entwickelt, ergänzt durch energiesparende Vorbehandlungsverfahren, um die ganzjährige Verfügbarkeit der Ernte zu gewährleisten, erläutert cordis.europa.eu.

Ein weiteres Augenmerk gilt der knollenartigen Pflanze Mashua, die als ertragreich gilt und nahrhafter ist als Kartoffeln, jedoch aufgrund unerwünschter Geschmacksstoffe und Anbaubeschränkungen auf bestimmte Breitengrade limitiert ist. Dr. Hunziker, ein Postdoktorand an der Universität Heidelberg, hebt die Wichtigkeit hervor, das Wissen über solche wenig genutzten Pflanzenarten zu erweitern, um ihre Nutzung zu fördern und somit zur globalen Ernährungssicherheit beizutragen, wie uni-heidelberg.de berichtet.

Rolle der Wissenschaft und Forschung

Die internationale wissenschaftliche Gemeinschaft spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle in diesem Umfeld. Prof. Dr. Volker Wulfmeyer von der Universität Hohenheim wurde zum Co-Vorsitzenden des GLASS-Panels ernannt, was ihn zum ersten deutschen Wissenschaftler in dieser Position macht. Seine Verantwortung umfasst die internationale Steuerung von Forschungsprojekten an der Schnittstelle zwischen Landoberfläche und Atmosphäre. Dies ist besonders relevant, da die Herausforderungen des Klimawandels untrennbar mit der landwirtschaftlichen Produktivität verbunden sind.

Das Engagement der Wissenschaftler ist unbestritten, und die Vielzahl der Initiativen, die sowohl lokale als auch internationale Gesichter hat, zeigen, wie dringend notwendige Lösungen im Kampf gegen Ernährungsunsicherheit und gegen die Auswirkungen des Klimawandels entwickelt werden. Das Bewusstsein für einheimische Pflanzen und deren Nutzung wird einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Ernährungssicherheit in Afrika leisten.