Wissenschafts-Podcast beleuchtet Hassrede und digitale Demokratie!

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Die Universität Mannheim startet am 20. August 2025 den Wissenschafts-Podcast „WISSENsfunken“ zur Bekämpfung von Hate Speech und zur Förderung des Dialogs.

Die Universität Mannheim startet am 20. August 2025 den Wissenschafts-Podcast „WISSENsfunken“ zur Bekämpfung von Hate Speech und zur Förderung des Dialogs.
Die Universität Mannheim startet am 20. August 2025 den Wissenschafts-Podcast „WISSENsfunken“ zur Bekämpfung von Hate Speech und zur Förderung des Dialogs.

Wissenschafts-Podcast beleuchtet Hassrede und digitale Demokratie!

Am 20. August 2025 wird der neue Wissenschafts-Podcast „WISSENsfunken“ vorgestellt, der sich mit der Entstehung wissenschaftlicher Erkenntnisse und deren Auswirkungen befasst. Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar und wird monatlich erscheinen. Die erste Folge widmet sich dem Thema Hassrede im Netz und präsentiert Prof. Dr. Teresa Naab, die die Rolle sozialer Medien für die Demokratie sowie das Phänomen des „Silencing“ erforscht. Bei „Silencing“ handelt es sich um den Rückzug von Personen aus öffentlichen Diskursen, da sie Angst vor Online-Hass oder Ausgrenzung haben. Fabio Kratzmaier, Redakteur für Forschungs­kommunikation, führt durch die erste Episode.

Die Universität Mannheim hat mit diesem Podcast ein Format geschaffen, welches den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft stärken soll. Dieser Step ist Teil der Reihe „Mehr WISSENschaft“, die eine Brücke zwischen akademischen Erkenntnissen und der breiten Öffentlichkeit baut. Details zu weiteren Folgen und Informationen sind auf der Website der Universität einsehbar. Die Kontaktperson für weitere Informationen ist Dr. Maartje Koschorreck, Stellv. Leiterin Kommunikation und Pressesprecherin der Universität Mannheim.

Hassrede und ihre Auswirkungen

Hassrede ist ein zentraler Aspekt, der im Rahmen des neuen Podcasts behandelt wird. Die sozialen Medien haben es ermöglicht, dass Nutzer*innen Themen auf die öffentliche Agenda setzen können, die von traditionellen Medien häufig ignoriert werden. Dieser Wandel hat sowohl positive als auch negative Konsequenzen, zumal die Inzivilität im digitalen Raum häufig den Austausch von Ideen behindert. Beleidigungen, Drohungen und Polarisation sind ebenso verbreitet wie strategische Ansätze, die darauf abzielen, gesellschaftliche Gruppen zu spalten. Der Cambridge-Analytica-Skandal, der Themen wie Microtargeting und Social Bots populär machte, ist nur ein Beispiel für die Schattenseiten der digitalen Kommunikation.

Untersuchungen zeigen, dass in den letzten Jahren eine Zunahme digitaler Angriffe auf politische Akteur*innen zu verzeichnen ist. Eine Befragung von 818 Teilnehmer*innen aus Deutschland und Österreich ergab, dass der Druck, insbesondere auf gewählte Vertreter, im digitalen Raum höher ist als im realen Leben. Die Ergebnisse der Studie belegen zudem, dass in größeren Städten die Frequenz der digitalen Angriffe steigt.

Strategien gegen Hate Speech

Um gegen Hate Speech und Inzivilität vorzugehen, sind Gesetze wie das Netzwerkdurchsetzungsgesetz in Deutschland und der Digital Service Act in der EU entstanden. Moderne Ansätze zielen darauf ab, rechtliche, technologische und pädagogische Maßnahmen zu kombinieren. Dennoch haben sich Gegenrede und individuelle Maßnahmen als oft ineffektiv herausgestellt. Kollektive Aktionen, die das Bewusstsein für gesellschaftliche Vielfalt stärken, erweisen sich als wirksamer im Kampf gegen Hate Speech.

In solchen Kontexten ist Medienkompetenz unerlässlich, um problematische Inhalte zu identifizieren und zu bekämpfen. Die Förderung einer respektvollen Diskussionskultur und der Zugang zu einer deliberativen Öffentlichkeit sind essenziell. Diese Prinzipien ermöglichen es, dass allen Stimmen Gehör geschenkt wird und Argumentation im Hinblick auf das Gemeinwohl geschieht.

Das Projekt „COUNTERFAKE“, unter der Leitung von Prof. Dr. Müller-Török, zielt sämtlich darauf ab, technische und rechtliche Grundlagen zur Bekämpfung von Hate Speech und Fake News zu liefern. Es arbeitete mit Partnern aus mehreren internationalen Universitäten zusammen und formuliert damit ein umfassendes Konzept zur Stärkung der digitalen Zivilgesellschaft.

In der ersten Folge von „WISSENsfunken“ wird also nicht nur die Problematik von Hassrede und deren Auswirkungen auf den demokratischen Diskurs behandelt, sondern auch die dringende Notwendigkeit, den sozialen Zusammenhalt in einer zunehmend polarisierten digitalen Welt zu fördern. Weitere Informationen zur wichtigen Thematik und dem neuen Podcast finden sich auf den jeweiligen Webseiten der Universität Mannheim sowie im Kontext der aktuellen Forschung zu Hate Speech und digitaler Unbildung.