Zukunft für ukrai­nische Studierende: Integration und Bildung in Deutschland!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Die Universität Konstanz unterstützt geflüchtete ukrainische Studierende mit Stipendien und individueller Betreuung während ihres Studiums.

Die Universität Konstanz unterstützt geflüchtete ukrainische Studierende mit Stipendien und individueller Betreuung während ihres Studiums.
Die Universität Konstanz unterstützt geflüchtete ukrainische Studierende mit Stipendien und individueller Betreuung während ihres Studiums.

Zukunft für ukrai­nische Studierende: Integration und Bildung in Deutschland!

Inmitten der Herausforderungen, die die Ukraine durch den anhaltenden Konflikt erlebt, setzt Deutschland Zeichen der Solidarität und Unterstützung für geflüchtete Studierende. Das Programm „Zukunft Ukraine – Stipendienprogramm für Geflüchtete aus der Ukraine an deutschen Hochschulen“, initiiert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), ist ein zukunftsweisendes Beispiel für diese Bemühungen. Ziel ist es, geflüchteten ukrainischen Studierenden beim Abschluss ihres Studiums in Deutschland zu helfen und somit einen Beitrag zu ihrem Heimatland zu leisten. Die Programmlaufzeit reicht von Januar 2023 bis Ende Juli 2025 und hat bereits 17 Studierende an der Universität Konstanz gefördert.

Die finanzielle Unterstützung aus diesem Programm beläuft sich auf über 380.000 Euro. Dies ermöglicht den geförderten Studierenden nicht nur die Integration in ein Vollzeitstudium, sondern auch den Zugang zu speziellen Sprachkursen und Orientierungsphasen. Die Studierenden stammen aus verschiedenen Fachbereichen, und ihre individuelle Betreuung erfolgt durch die Projektkoordinatorin Agnieszka Vojta, die eng mit den Teilnehmern zusammenarbeitet.

Interkultureller Austausch und ehrenamtliches Engagement

Ein zentrales Element des Programms ist die Förderung interkulturellen Austauschs und Solidarität auf dem Campus. Der Aufbau von Netzwerken zwischen Studierenden, Lehrenden und Unterstützenden wird angestrebt, um Verbindungen zu schaffen, die über die Programmlaufzeit hinaus wirken. Viele Stipendiaten engagieren sich zudem ehrenamtlich in Deutschland, sei es durch Nachhilfeprojekte oder juristische Beratung.

Viktoriia, eine Stipendiatin aus der Ukraine, teilt ihre Überzeugung, dass viele Studierende nach ihrem Abschluss in Deutschland zurückkehren werden, um aktiv am Wiederaufbau der Ukraine teilzuhaben. Das im Ausland erlangte Wissen und die Fähigkeiten werden dabei als äußerst wertvoll erachtet. Agnieszka Vojta betont die gesellschaftliche Verantwortung, die mit der Bildung einhergeht, und sieht darin einen Schlüsselfaktor für Stabilität und Frieden in der Region.

Langfristige Perspektiven für geflüchtete Akademiker

Das Stipendienprogramm wird nicht nur als eine kurzfristige Hilfe angesehen, sondern zielt auch darauf ab, langfristige Ausbildungsperspektiven für geflüchtete Akademiker zu etablieren. Durch Studien- und Forschungsaufenthalte werden Studierende, Graduierte und Doktorierende aus der Ukraine gefördert, damit sie einen Abschluss an einer deutschen Hochschule erwerben oder ihren ukrainischen Abschluss nach einem Aufenthalt in Deutschland anpassen können. Außerdem stehen Stipendien, fachlich ausgerichtete Sprachkurse und verschiedene Betreuungsveranstaltungen zur Verfügung, um den geflüchteten Studierenden die Integration zu erleichtern.

Das Programm ist eine Initiative, die zeigt, wie Bildung als Instrument zur Unterstützung und Verbesserung der Lebensumstände der betroffenen Studierenden eingesetzt werden kann. Es stellt nicht nur eine Hilfe dar, sondern auch eine Investition in die Zukunft der Ukraine.

Der DAAD unterstützt zudem alle Studierenden, die eine Fluchterfahrung haben, unabhängig von ihrer Fachrichtung. Die monatliche Förderung kann bis zu 812 Euro betragen, dazu kommt eine Studienkostenpauschale von 300 Euro. Für Bewerber ist es wichtig, einige akademische Voraussetzungen zu erfüllen, wie etwa einen Studienplatz an einer staatlichen oder staatlich anerkannten deutschen Hochschule.

Mit der Schaffung solch nachhaltiger Ausbildungswege wird nicht nur den geflüchteten Studierenden geholfen, sondern auch den Weg geebnet, um Fachkräfte zurück in die Ukraine zu führen, die dort dringend gebraucht werden.